eJournals PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL 34/1

PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL
pm
2941-0878
2941-0886
UVK Verlag Tübingen
10.24053/PM-2023-0012
31
2023
341 Gesellschaft für Projektmanagement

Sich beruflich und persönlich weiterentwickeln, an Sichtbarkeit gewinnen und Wissen teilen - mit dem Mentoring-Programm der GPM

31
2023
Im Fokus dieser Ausgebe: Mentee Jan Landgraf und Mentor Klaus Hetterich.
pm3410060
60 PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL · 34. Jahrgang · 01/ 2023 DOI 10.24053/ PM-2023-0012 Sich beruflich und persönlich weiterentwickeln, an Sichtbarkeit gewinnen und Wissen teilen-- mit dem Mentoring-Programm der GPM Im Fokus dieser Ausgabe: Mentee Jan Landgraf und Mentor Klaus Hetterich Das GPM Mentoring-Programm Seit knapp zwei Jahren teilen Mentorinnen und Mentoren ihre Erfahrungen und ihr Wissen im Rahmen des Mentoring-Programms der GPM. Dadurch unterstützen sie nicht nur aktiv Young Professionals, sondern profitieren in vieler Hinsicht auch selbst von diesen wertvollen Partnerschaften. In der Interview-Reihe „Nachgefragt“ geben ausgewählte Mentoring-Paare seither persönliche Einblicke in das Programm. Zum Abschluss des Jahres 2022 berichten Jan Landgraf und Klaus Hetterich über ihr erfolgreiches berufliches Tandem, aus dem sich-- wie bei so vielen Matches-- eine Freundschaft entwickelte. Mentee Jan Landgraf im Interview Herr Landgraf, was möchten Sie den Leserinnen und Lesern über sich erzählen? Jan Landgraf: Ich bin Jan Landgraf, 36 Jahre alt und arbeite als IT Delivery Manager bei einem großen Automobilhersteller. Gerade habe ich mein berufsbegleitendes Masterstudium in Data Science an der Hochschule Aalen erfolgreich beendet. Die Dreifachbelastung neben Beruf und Familie war kräftezehrend, aber mein großes Interesse an Daten und deren Auswertung hat mich auch diese Herausforderung meistern lassen. Da ich in Niedersachsen geboren bin und aktuell in München wohne, gehe ich in meiner Freizeit gerne in die Natur. In den Bergen kann ich mich beim Wandern oder Gravelbiken so richtig auspowern. Seit wann und weshalb sind Sie GPM Mitglied und wie wurden Sie auf den Verband aufmerksam? Ich war 2015 in der technischen Entwicklung eines Automobilherstellers tätig und habe dort ein Vorentwicklungsprojekt übernommen. Im Verlauf der Funktionsentwicklung bin ich immer mehr in Berührung mit Projektmanagement gekommen und habe ein großes Interesse an den einzelnen Themengebieten des PM entwickelt. Im Rahmen meiner IPMA Level-C Zertifizierung durch meinen Arbeitgeber, habe ich eine einjährige Schnuppermitgliedschaft bei der GPM abgeschlossen. Mittlerweile bin ich bereits seit vier Jahren GPM Mitglied und erhalte somit regelmäßig für mich und meinen Beruf relevante Informationen und Angebote rund um das Projektmanagement. Seit wann sind Sie Mentee im Rahmen des GPM Mentoring-Programms und mit welchen Erwartungen und Zielen sind Sie in diese Partnerschaft gegangen? Seit Anfang 2021 bin ich als Mentee Teil des GPM Mentoring- Programms. Zum einen hatte ich die Erwartung, Tipps von einer erfahrenen Projektmanagerin oder einem erfahrenen Projektmanager zu bekommen und zum anderen auch meine eigenen Erfahrungen mit meiner Mentorin bzw. meinem Mentor teilen zu können. Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt? Oder haben sich Ihre Erwartungen und Ziele verändert? Meine Erwartungen haben sich definitiv erfüllt. Ich würde sogar sagen, mehr als erfüllt. Am Anfang hatte ich eher den beruflichen Kontext im Fokus, aber für die eigene Persönlichkeitsentwicklung haben wir uns auch über meine private Situ- Nachgefragt-- die Interview-Reihe der GPM GPM intern | GPM-Mentoring 61 PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL · 34. Jahrgang · 01/ 2023 DOI 10.24053/ PM-2023-0012 ation ausgetauscht. Klaus hat mich auf diesem Weg begleitet und durch eine systemische Aufstellung Hilfe gegeben. Wie würden Sie Ihre Partnerschaft beschreiben? Es war eine sehr vertrauensvolle und wertschätzende Zusammenarbeit mit Klaus. Obwohl das Programm im Dezember 2021 zu Ende ging, stehen wir weiterhin in Kontakt. Würden Sie das Mentoring-Programm weiterempfehlen und wenn ja, warum? Ja, auf jeden Fall. Das Mentoring-Programm ist ein guter Wegweiser, sowohl für die berufliche als auch für die persönliche Entwicklung. Mentor Klaus Hetterich im Interview Herr Hetterich, was möchten Sie den Leserinnen und Lesern über sich erzählen? Klaus Hetterich: Mein Name ist Klaus Hetterich und ich bin 59 Jahre alt. In meiner über 30-jährigen Karriere als Unternehmer und Manager habe ich einen breiten Erfahrungsschatz im operativen Business und der Führung von Menschen in unterschiedlichen Branchen und Unternehmensformen aufgebaut. In meiner beruflichen Laufbahn habe ich als gesamtverantwortlicher Projektleiter bereits zahlreiche komplexe Projekte mit sehr heterogenen Teams zum Erfolg geführt. Auch privat stelle ich mich beim Mountainbiking, Bergwandern, Skifahren oder Hochsee-Segeln vor immer neue Herausforderungen. Neben meiner Begeisterung für Sport in der Natur bin ich außerdem leidenschaftlicher Live-Musiker und spiele Gitarre sowie Trompete und Flügelhorn. Seit wann und weshalb sind Sie GPM Mitglied und wie wurden Sie auf den Verband aufmerksam? Ich bin seit 15 Jahren Mitglied bei der GPM. 2007 legte ich aufgrund einer Empfehlung eine IPMA Projektmanagement- Zertifizierung bei der GPM ab und wurde so auf den Verband aufmerksam. Die Angebote und Interessensvertretung der GPM sowie meine klare Positionierung zum Thema PM haben mich schließlich von einer Mitgliedschaft überzeugt. Seit wann sind Sie Mentor im Rahmen des GPM Mentoring-Programms und mit welchen Zielen und Erwartungen sind Sie in diese Partnerschaft gegangen? Seit Anfang 2021 nehme ich am Mentoring-Programm teil. Ziel für mich ist es, mein Wissen und meine Erfahrungen an jüngere Kolleginnen und Kollegen weitergeben zu können. Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt oder haben sich Ihre Erwartungen und Ziele verändert? Ja, meine Erwartungen an das Programm haben sich absolut erfüllt! Was wollten Sie Ihrem Mentee unbedingt mit auf den Weg geben? Ein wichtiger Aspekt war die Persönlichkeitsentwicklung, sowohl im beruflichen Kontext als auch als Person insgesamt. Dazu zählen für mich unter anderem eine gute Kommunikationsebene, ein Wertesystem, soziale und persönliche Kompetenzen sowie die Entwicklung von Resilienz. Hier kommt meine Zusatzausbildung als systemischer Coach zum Tragen. Ich bringe auch systemische Ansätze und Systemaufstellungen in das Mentoring ein und erschließe dadurch ganz neue Einblicke für die Mentees. Ist Ihnen das gelungen? Ich denke ja. Nach einem Jahr Mentoring spricht das positive Feedback meines Mentees für sich. Wie würden Sie Ihre Partnerschaft beschreiben? Es war eine sehr angenehme Zusammenarbeit auf Augenhöhe, geprägt von gegenseitigem Vertrauen und Respekt. Wir bleiben auch weiterhin in Kontakt, auch wenn das Mentoring im Dezember 2021 abgeschlossen wurde. Würden Sie das Mentoren-Programm weiterempfehlen und wenn ja, warum? Ja, denn es ist in jedem Fall eine persönliche Bereicherung und eine Chance zur persönlichen Weiterentwicklung, sowohl für Mentee als auch für Mentorin und Mentor! Werden Sie auch anderen Mentees zur Verfügung stehen? Sobald ich wieder freie Kapazitäten habe, werde ich gerne weitere Mentees unterstützen.