eJournals PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL 34/5

PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL
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2941-0878
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UVK Verlag Tübingen
10.24053/PM-2023-0096
121
2023
345 Gesellschaft für Projektmanagement

Projektifizierung reloaded: Ergebnisse der zweiten Studie zum Stand der Projektifizierung in Deutschland

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2023
Andreas Wald
Christoph Schneider
Peter Thuy
Nach der Pionierstudie im Jahr 2013 hat die GPM zum zweiten Mal gemeinsam mit der EBS Universität für Wirtschaft und Recht gGmbH eine Studie zur makroökonomischen Vermessung der Projektarbeit durchgeführt. Dabei wurde der Anteil der Projektarbeit in allen Wirtschaftsbereichen in Deutschland basierend auf einer Stichprobe von 730 Unternehmen gemessen. Das Ergebnis von 34,5 % entspricht einem Beitrag von 1.204 Mrd. Euro an der gesamten Bruttowertschöpfung. Im Vergleich zu 2013 (34,7 %) hat sich der Anteil der Projektarbeit nicht wesentlich verändert, sondern auf einem sehr hohen Niveau verstetigt.
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55 PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL · 34. Jahrgang · 05/ 2023 DOI 10.24053/ PM-2023-0096 Andreas Wald, Christoph Schneider, Peter Thuy Für eilige Leser | Nach der Pionierstudie im Jahr 2013 hat die GPM zum zweiten Mal gemeinsam mit der EBS Universität für Wirtschaft und Recht gGmbH eine Studie zur makroökonomischen Vermessung der Projektarbeit durchgeführt. Dabei wurde der Anteil der Projektarbeit in allen Wirtschaftsbereichen in Deutschland basierend auf einer Stichprobe von 730 Unternehmen gemessen. Das Ergebnis von 34,5 % entspricht einem Beitrag von 1.204 Mrd. Euro an der gesamten Bruttowertschöpfung. Im Vergleich zu 2013 (34,7 %) hat sich der Anteil der Projektarbeit nicht wesentlich verändert, sondern auf einem sehr hohen Niveau verstetigt. Schlagwörter | Projektifizierung, Projektwirtschaft, Projektarbeit, Wirtschaftsbereich, Deutschland Einleitung Der Begriff der Projektifizierung wurde in den 90er Jahren vom französischen Wissenschaftler Christophe Midler geprägt, um damit einen fundamentalen Wandel im Produktentwicklungsprozess des Fahrzeugherstellers Renault zu beschreiben [1]. Dieser war quantitativ von einer Zunahme projektförmiger Arbeit geprägt, es ergaben sich aber auch wichtige qualitative Veränderungen hinsichtlich der Koordination, Zusammenarbeit und Kommunikation. Der Begriff der Projektifizierung hat sich seitdem in Wissenschaft und Praxis etabliert und es wird oft von einer zunehmenden Projektifizierung gesprochen, ohne jedoch verlässliche Zahlen zum tatsächlichen Ausmaß derselben zu haben. Vor nunmehr zehn Jahren hatte die GPM daher zum ersten Mal eine Studie beauftragt, bei der das Ausmaß der Projektifizierung systematisch und vollständig für sämtliche Wirtschaftsbereiche und für alle Projektarten erfasst wurde. Das Ergebnis für das Jahr 2013 war 34,7 %, d. h. über ein Drittel der Arbeit in der Deutschen Wirtschaft wurde im Rahmen von Projekten geleistet [6, 7]. Die Studie erfuhr auch international viel Beachtung und wurde mit der derselben Messmethode in Norwegen und Island repliziert [3, 5]. Nach nunmehr zehn Jahren und wesentlichen wirtschaftlichen, politischen und technologischen Veränderungen wurde die Studie erneut mit Bezugspunkt 2022 durchgeführt. Ziel dabei war neben einer aktuellen Bestandsaufnahme die Analyse von Veränderungen im Zeitablauf. Um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zwischen den Messzeitpunkten zu gewährleisten, wurde die exakt gleiche Mess- und Aggregationsmethode verwendet wie 2013. Allerdings wurde eine größere Stichprobe gezogen, um die Repräsentativität der Ergebnisse zu erhöhen und um eine detailliertere Branchenbetrachtung zu ermöglichen. Im Folgenden werden die zentralen Ergebnisse der Studie präsentiert. Für eine detailliertere Darstellung der Methode und der Ergebnisse sei auf den ausführlichen Studienbericht verwiesen [5]. 1. Studiendesign Das Studiendesign wurde weitestgehend aus der Studie von 2013 übernommen. Dabei wurden insgesamt 730 Unternehmen aus allen zehn Wirtschaftsbereichen, inklusive des öffentlichen Sektors, im Rahmen einer telefonischen Erhebung (CATI=Computer Assisted Telephone Interviews) befragt. Die gegenüber 2013 erweiterte Stichprobe erlaubte es, sämtliche Wirtschaftsfaktoren direkt zu erheben, anstatt wie in der Pionierstudie vier Wirtschaftsbereiche von Branchenexperten schätzen zu lassen [6]. Dadurch sollte die Messgenauigkeit erhöht werden. Für die Erhebung wurde eine geschichtete Zufallsstichprobe gezogen, wobei Wirtschaftsbereich und Unternehmensgröße als Schichtungskriterien verwendet wurden: Die Tabelle 1 zeigt die Zusammensetzung der Stichprobe. Die Messung der Projektifizierung erfolgte auf der Unternehmensebene. Die Befragten wurden gebeten den Anteil der Arbeitszeit in ihrem Unternehmen einzuschätzen, der in Projekten geleistet wird, wobei zunächst eine präzise Definition des Projektbegriffs erfolgte [5]. Dieses Maß hat gegenüber alternativen in- und outputorientierten Maßen den Vorteil, einheitlich auf alle Unternehmenstypen, Branchen und Projektarten anwendbar zu sein [7]. Die Einzelwerte für die Unternehmen wurden zunächst als Mittelwert für die einzelnen Wirtschaftsbereiche zusammengefasst. Die weitere Aggregation auf die Ebene der gesamten Volkswirtschaft erfolgte, indem die Mittelwerte der einzelnen Wirtschaftsbereiche zunächst mit ihrem Anteil an der Bruttowertschöpfung gewichtet wurden und danach der gewichtete Mittelwert über alle Wirtschaftsbereiche gebildet wurde [6, 7]. Die durchschnittliche Unternehmensgröße der Stichprobe beträgt 1.258 Mitarbeiter und der durchschnittliche Umsatz 530 Millionen Euro. Die Befragten Unternehmensrepräsentanten sind zum Großteil Bereichs- und Abteilungsleiter Projektifizierung reloaded: Ergebnisse der zweiten Studie zum Stand der Projektifizierung in Deutschland Wissen | Projektifizierung reloaded: Ergebnisse der zweiten Studie 56 PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL · 34. Jahrgang · 05/ 2023 DOI 10.24053/ PM-2023-0096 (39 %), Geschäftsführer und Vorstände (23 %) oder Mitarbeiter von Fachabteilungen (20 %). 2. Die Projektlandschaft in Deutschland Im Jahr 2022 dauerten Projekte im Durchschnitt 10 Monate und wiesen ein durchschnittliches Projektbudget von ca. 1 Millionen Euro auf. Das durchschnittliche Projektteam bestand aus 10,1 Mitarbeitern. Die umfangreichsten Projekte wurden in der produzierenden Industrie, im Baugewerbe sowie im Grundstücks- und Wohnungswesen durchgeführt. Wie in Abbildung 1 dargestellt, machen interne Projekte mit 78 %, wie beispielsweise IT-Projekte (19 %), Marketingprojekte (17 %) und Organisationsprojekte (17 %), gegenüber externen Projekten mit 22 % die deutliche Mehrheit aus. Allerdings hat sich gegenüber 2013 der Anteil der externen Projekte von 16 % auf 22 % erhöht. Dies ist ein Hinweis darauf, dass Unternehmen auch für die Leistungserstellung von Produkten und Dienstleistungen Projekte vermehrt einsetzen. Die Zusammensetzung der Projektarten weist branchenspezifische Unterschiede auf. Wenig überraschend kommen F&E Projekte relativ wenig bei Dienstleistern zum Einsatz, sind aber für produzierende Gewerbe (20 %) von großer Bedeutung. Infrastrukturprojekte sind am häufigsten im Grundstücks- und Wohnungswesen (18 %) sowie im öffentlichen Dienst (17 %) zu finden. Eine zentrale Projektorganisation, meistens in Form eines Project Management Office (PMO), existiert bei 50 % der Unternehmen (38 % davon als PMO). Dieser Wert hat sich gegenüber 2013 (65 %) deutlich verringert, obwohl empirisch ein Zusammenhang zwischen der Existenz einer zentralen Projektorganisation und dem Projekterfolg nachgewiesen werden kann [5]. Dementsprechend ist für das Jahr 2022 auch ein Rückgang im wahrgenommenen Projekterfolg zu verzeichnen. Dieser wurde als Index mit den Dimensionen Zeiteinhaltung, Kosteneinhaltung, Ergebnis / Qualität, Stakeholder-Zufriedenheit sowie ein umfassender Indikator zur Gesamteinschätzung gemessen und erreichte im Jahr 2022 einen Skalenwert von 66 Punkten (Skala von 0 bis 100) gegenüber 72 Punkten im Jahr 2013. 3. Umfang der Projektarbeit in Deutschland Die Projektifizierung der deutschen Wirtschaft, gemessen mit dem Anteil der Projektarbeit an der gesamten Arbeit, betrug im Jahr 2022 34,5 %. Dieser Wert unterstreicht die hohe Bedeutung von Projekten in für die gesamte Volkswirtschaft: Etwas über ein Drittel der Wirtschaftsleistung wird im Rahmen von Projekten erbracht. Folgt man der Annahme, dass die Tabelle 1: Stichprobenzusammensetzung Wissen | Projektifizierung reloaded: Ergebnisse der zweiten Studie 57 PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL · 34. Jahrgang · 05/ 2023 DOI 10.24053/ PM-2023-0096 inputorientierte Maßzahl „Arbeitszeit“ mit dem Output der Bruttowertschöpfung korrespondiert, entspricht dies einem Betrag von 1.204 Mrd. Euro, der über Projekte generiert wurde. Bei der Interpretation dieses Ergebnisses ist zu beachten, dass Projekte in der Regel zum Generieren von Innovation, zur Umsetzung von Veränderungen innerhalb von Organisationen und zur Schaffung von Wachstum eingesetzt werden [2]. Vor diesem Hintergrund erscheint der gemessene Anteil der Projektarbeit außerordentlich hoch. Hervorzuheben ist, dass die Bandbreite zwischen den Branchen insgesamt nicht zu groß erscheint. So beträgt der Anteil in den am wenigsten projektfizierten Branchen Finanz- und Versicherungsdienstleister (19,2 %) sowie Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (20,5 %) immerhin (knapp) 20 %. In der am stärksten projektifizierten Branche, dem Baugewerbe, werden nur 55 % der Arbeit in Projekten erbracht, obwohl dort fast die gesamte Leistungserbringung projektbasiert erfolgt. 4. Veränderung im Zeitablauf Sowohl im Rahmen der ersten Studie als auch in der aktuellen Befragung wurden nicht nur der jeweils aktuelle Projektifizierungsgrad im Unternehmen erhoben, sondern auch nach einer Einschätzung gefragt, wie hoch der Anteil der Projektarbeit vor fünf Jahren war und wie dieser in fünf Jahren sein wird. Dadurch ergeben sich neben Werten für die beiden Messzeitpunkte 2013 und 2022 auch Schätzungen für die Jahre 2008 (Rückblick aus 2013), 2019 (Prognose in 2013), 2017 (Rückblick aus 2022) und 2027 (Prognose in 2022). Die Abbildung 2 zeigt die jeweiligen Werte von 2008 bis 2027. Dabei fällt auf, dass der Anteil der Projektarbeit zwischen den beiden Messzeitpunkten 2013 (34,7 %) und 2022 (34,5 %) fast unverändert geblieben ist. Damit hat sich die optimistische Prognose von 2013, die von einer Zunahme des Anteils der Projektarbeit auf 41,3 % im Jahr 2019 aus- Abbildung 1: Projektarten differenziert nach Wirtschaftsbereichen Tabelle 2: Anteil der Projekttätigkeit an der Gesamtarbeitszeit in den 10 Wirtschaftsbereichen Wissen | Projektifizierung reloaded: Ergebnisse der zweiten Studie 58 PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL · 34. Jahrgang · 05/ 2023 DOI 10.24053/ PM-2023-0096 ging, nicht bewahrheitet. Die Prognose aus dem Messzeitpunkt 2022 fällt mit 38,5 % für 2027 deutlich moderater aus. Dies unterstreicht den wesentlichen Befund der vorliegenden Studie hinsichtlich des Standes und der Entwicklung der Projektifizierung in der deutschen Wirtschaft: Insgesamt scheint ein gewisser „Sättigungsgrad“ erreicht, d. h., der Anteil der Projektarbeit scheint mit etwas über einem Drittel an der Gesamtarbeit stabil zu sein. Wie ist dieser Befund zu interpretieren? Projekte als temporäre Organisationsform sind aufgrund ihrer Flexibilität, des zeitlich begrenzten Charakters und der Möglichkeit Teams mit unterschiedlichen Experten zusammenzustellen, zur Lösung einmaliger Aufgaben geeignet. Diese sind oft neuartig, wissensintensiv und komplex [2]. Für die Erledigung einfacher und meistens repetitiver Routineaufgaben weisen Projekte Effizienznachteile gegenüber etablierten, permanenten Prozessen auf. Der Befund, dass der Anteil der Projektarbeit nach zehn Jahren unverändert etwas mehr als ein Drittel beträgt, ist ein Indikator für das Verhältnis von einmaligen, wandelbezogenen Aufgaben und repetitiven Routineaufgaben in der deutschen Wirtschaft. 5. Fazit Zehn Jahre nach der ersten Studie hat die GPM zum zweiten Mal gemeinsam mit der EBS Universität für Wirtschaft und Recht gGmbH eine makroökonomische Vermessung der Projektarbeit durchgeführt. Durch Beibehaltung der bewährten Messmethode sind die Ergebnisse aus beiden Studien direkt vergleichbar. Der Anteil der Arbeitszeit in Projekten umfasste im Jahr 2022 34,5 % und liegt damit fast exakt bei dem Wert, der für 2013 ermittelt wurde (34,7 %). Die außerordentlich hohe Bedeutung der Projektarbeit für die deutsche Wirtschaft wurde damit bestätigt und hat sich verstetigt: Die Prognose einer weiteren, deutlichen Steigerung des Projektfizierungsgrades ist nicht eingetroffen. Literatur [1] Midler, C. (1995) Projectification” of the firm: the Renault case. Scandinavian Journal of Management , 11 (4), 363-375. [2] Henning, C., Wald, A. (2019) Towards a Wiser Projectification: Macroeconomic Effects of Firm-level Project Work. International Journal of Project Management , 37(6), 807-819. [3] Schoper, Y., Wald, A., Ingason, H. T., Friðgeirsson, T. V. (2018) Projectification in Western Economies: A Comparative Study of Germany, Norway and Iceland. International Journal of Project Management , 36 (1), 71-82. [4] Wald, A., Aguilar Velasco, M. M., Torbjørn, B., Grønvold, A., Skeibrok, J., Svensson, F. L. (2016) Projektifizierung auch im Norden: Der Anteil der Projektarbeit in Deutschland und Norwegen im Vergleich. Projektmanagement aktuell , 27 (4), 50-55. [5] Wald, A., Schneider, C., Schoper, Y., Thuy, P., Hartmann, C. (2023) Projektifizierung 2.0: Zweite Makroökonomische Vermessung der Projekttätigkeit in Deutschland. UVK Verlag, München. [6] Wald, A., Schneider, C., Spanuth, T., Schoper, Y. (2015) Die Projektifizierung der deutschen Wirtschaft: Ergebnisse einer Studie zur Messung der Projekttätigkeit. Projektmanagement aktuell , 26 (5), 60-65. [7] Wald, A., Schneider, C., Spanuth, T., Schoper, Y. (2015) Towards a Measurement of “Projectification”: A Study on the Share of Project-Work in the German Economy. In: Wald, A., Wagner, R., Schneider, C., Gschwendtner, M. (eds.): Advanced Project Management: Flexibility and Innovative Capacity. Volume 4. GPM: Nürnberg, 18-36. Abbildung 2: Entwicklung des Anteils der Projektarbeitszeit von 2008 bis 2027 Wissen | Projektifizierung reloaded: Ergebnisse der zweiten Studie 59 PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL · 34. Jahrgang · 05/ 2023 DOI 10.24053/ PM-2023-0096 Dr. Andreas Wald Andreas Wald (Dr. rer. pol. habil.) Professor für Strategie an der School of Business and Law der University of Agder in Kristiansand. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Temporäre Organisationen, Management Control und Innovation. Seine Arbeiten erscheinen unter anderen in wissenschaftlichen Zeitschriften wie Project Management Journal, International Journal of Project Management und International Journal of Managing Projects in Business. Internet: www.uia.no / en / kk / profile / andreasw eMail: andreas.wald@uia.no Christoph Schneider Christoph Schneider studierte Soziologie und Politische Wissenschaften an der Ruprechts-Karls-Universität Heidelberg. Seit 2007 ist er als Forschungsdirektor an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht tätig. In Kooperation mit der GPM leitete er viele Studien zum Thema Projektmanagement wie z. B. die Makroökonomische Vermessung der Projekttätigkeit in Deutschland (2015), die Gehalts- und Karrierestudie im Projektmanagement 2013, 2015, 2017 und 2019, Mit Projekten Unternehmen erfolgreich führen (2012), Global Project Management Survey (2010), Potentiale und Bedeutung des Projektmanagements aus der Perspektive des Topmanagements (2009). Internet: www.ebs.edu / forschung / institute-centerlabs / institute-for-technology-innovation-customer-centricity eMail: christoph.schneider@ebs.edu Prof. Dr. Peter Thuy Prof. Dr. Peter Thuy ist Präsident der GPM. Neben dem betriebswirtschaftlichen Studium hat Thuy Berufserfahrung im Verlagswesen und in der Wirtschaftsprüfung gesammelt, ehe er an der Universität Bayreuth im Fach Volkswirtschaftslehre promovierte und habilitierte. Zahlreiche Lehraufträge im In- und Ausland sowie die Gründung und Führung einer Akademie für betriebswirtschaftliche Weiterbildung ergänzen sein Profil. Als Rektor und Geschäftsführer war er dafür mitverantwortlich, dass sich die Internationale Fachhochschule Bad Honnef / Bonn (heute: IU International University) von einem auf spezialisierten Nischenanbieter zur größten deutschen Hochschule entwickelte. Darüber hinaus ist Prof. Thuy im Bereich der Akkreditierung tätig und ist Vorstandsvorsitzender des Verbandes Privater Hochschulen.