eJournals PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL 36/3

PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL
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2941-0878
2941-0886
UVK Verlag Tübingen
10.24053/PM-2025-0058
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2025
363 GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V.

Auf ein Wort mit ... Maic Alpers

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Martina Peuser
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80 PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL · 36. Jahrgang · 03/ 2025 DOI 10.24053/ PM-2025-0058 Martina Peuser Wie sind Sie zum Projektmanagement gekommen? Durch ein Vollzeit-Projekt „Krankenkassenfusion“. Insbesondere der Umfang (> 100 beteiligte Mitarbeiter, Dauer-= 2 Jahre) und die vielen Fachlichkeiten, die in eine Software gegossen werden mussten, haben mich zum Vollzeit-Projektleiter gemacht. Falls Sie kein / e Projektmanager*in geworden wären-- was stattdessen? Entwickler von Datawarehouse-Anwendungen und fachlichen Sichten auf Krankenkassendaten. Welches Projekt hat Sie besonders geprägt oder war für Sie besonders wichtig? Ich habe viele Krankenkassenfusionen begleitet. Meine fachlichen Kenntnisse aus der Krankenversicherung und Erfahrungen in der Softwareentwicklung konnte ich gut einbringen und habe von Partnern viel gelernt. An welchem Projekt arbeiten Sie gerade? Die Einführung eines Berichtswesens und Backend-Entwicklung auf SAP-Basis inklusive der Befähigung der kundeneigenen Mitarbeiter durch Training on the Job ist mein derzeit einziges Projekt. Gleichzeitig unterstütze ich unsere acht Projektleiter in ihren über 40 Projekten. Gelten in Ihrem Bereich bestimmte Standards und Methoden? Die Projekte laufen bei uns nach Prince2, manchmal „teilagil“. Wichtig sind Standards zur Collaboration (Confluence und JIRA) und unser Berichtswesen. Unsere Kunden bekommen das gleiche Vorgehen für alle Ihre Projekte. Was wäre Ihr Traumprojekt? Kein Traumprojekt, aber ich würde gerne mal eine Zeit mit dem Projektteam in einer Villa mit Pool oder am Meer arbeiten. Was zeichnet Sie als Projektmanager besonders aus? Verbindlichkeit, Ehrlichkeit, Treue sind meine Lieblingseigenschaften. Was motiviert Sie, in Projekten zu arbeiten und Projekte zu leiten? Gemeinsames kreatives Arbeiten an Zielen mit unterschiedlichsten Menschen. Welche Tipps haben Sie für den Projektmanagement-Nachwuchs? Seid mutig, bleibt authentisch, bringt Eure Ideen hervor, schaut Euch die guten Dinge von anderen ab und passt das auf Euren Stil an. Welche Eigenschaften schätzen Sie an Projektmanagern*innen am meisten? Ehrlichkeit und Offenheit. Es ergibt sich meist ein guter Zusammenhalt mit Kunden im Projekt, wenn man Dinge nicht verheimlicht oder verdreht. Was ist für Sie als Projektmanager das größte Glück? Das Bier danach! Der Projektabschluss mit zufriedenen Kunden und Kollegen hält lange nach. Was ist für Sie das größte Unglück im Projektmanagement? Wenn Dinge nicht wie geplant funktionieren. Es ist nicht schön, dem Kunden die negativen Nachrichten zu überbringen, weil man ungern enttäuschen will. Welche Trends sehen Sie im Projektmanagement? Wir beschäftigen uns mit KI, Automatisierung und Nachhaltigkeit. Wir haben ein internes Projekt Optimierung Geschäftsprozesse aufgesetzt. Auch die Arbeit der Projektmanager werden wir dazu auf den Prüfstand bringen. Was geben Sie den Lesern mit auf den Weg? Lassen Sie uns von anderen Lernen, egal wie viel Erfahrung wir „alten Hasen“ haben. Veränderung gehört zum Job und zum Leben dazu. Wir können nur gewinnen. Auf ein Wort mit-… Maic Alpers Zur Person | Maic Alpers ist 54 Jahre alt, Krankenkassenbetriebswirt und als stv. Geschäftsbereichsleiter Design & Solution bei der Mobil ISC GmbH insbesondere für die Bereiche Projektmanagement, Produktmanagement und IT-Architektur zuständig. Prof. Dr. Martina Peuser ist Professorin für Projektmanagement und Organisation sowie Beraterin für Effizienz in Führung, Strukturen und abteilungsübergreifender Zusammenarbeit. In ihrer Kolumne gibt sie Einblicke in die Erfahrungen von Menschen im Projektumfeld.