eJournals PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL 13/1

PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL
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UVK Verlag Tübingen
31
2002
131 Gesellschaft für Projektmanagement

GPM-Team sammelt Know-how zum internationalen Projektmanagement

31
2002
Oliver Steeger
Rechtzeitig vorbereiten: Internationale Arbeit erobert zunehmend den Projektalltag. Mit einer eigenen Projektgruppe will die GPM ihre Mitglieder für die Globalisierung fit machen. So sammelt das Team der im Herbst letzten Jahres gegründeten GPM-Projektgruppe „IPA NEMA - Internationale Projekt Arbeit: Neue Ergebnisse, Methoden und Analysen“ Know-how rund um internationale Projektarbeit. Hilfreich dabei: Viele der Mitstreiter arbeiten entweder als Experten und Trainer im internationalen Projektmanagement - oder befassen sich als Vertreter von Hochschulen und Großfirmen wie BASF, IBM, Siemens oder Telekom mit dem aktuellen Thema. „Wir wollen damit die Kompetenz und Konkurrenzfähigkeit der GPM erhöhen und natürlich für uns selbst Know-how sammeln und Kompetenz zeigen“, so Wolfgang Rzehak, einer der Initiatoren. Vier Arbeitsgruppen haben sich gebildet, die sich mit den Themenfeldern Firmen, Kultur, Kommunikation und Literatur beschäftigen.
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P R O J E K TMANA G E M E N T 1 / 2 0 0 2 12 REPORT B islang hat die GPM-Projektgruppe die Problemlandschaft internationaler Projekte erkundet und erste Lösungen erarbeitet. Auch hat sie Literatur zum Thema gesichtet und ein Glossar mit englischen Projektbegriffen und deren unterschiedlicher Bedeutung erstellt. Für eine spätere Phase hat sich das Team vorgenommen, einen Leitfaden oder eine „Toolbox“ für internationale Projekte zu erstellen. Dieses Kompendium könnte - so die Konzeption - ganz oder teilweise veröffentlicht werden. Einzelne Arbeitsgruppen haben sich in dem Team bereits gebildet: Die AG Firmen (Teilprojektleiter: Dr. Olaf Scherer) erarbeitet eine Bestandsaufnahme: Wo stehen große, international tätige Firmen (im deutschen Sprachraum) mit ihrer internationalen Projektarbeit? Was läuft reibungslos, was bereitet immer wieder Schwierigkeiten? Welche Strategien und Werkzeuge nutzen sie? Welche Hilfsmittel wünschen sie sich darüber hinaus? Die AG Leitfaden Best Practice: Zusammenstellung eines in der Praxis erprobten Leitfadens für den Umgang mit Unterschieden in Mentalität und Arbeitsweise zwischen den verschiedenen Beteilig- GPM-Team sammelt Know-how zum internationalen Projektmanagement Oliver Steeger Rechtzeitig vorbereiten: Internationale Arbeit erobert zunehmend den Projektalltag. Mit einer eigenen Projektgruppe will die GPM ihre Mitglieder für die Globalisierung fit machen. So sammelt das Team der im Herbst letzten Jahres gegründeten GPM-Projektgruppe „IPA NEMA - Internationale Projekt Arbeit: Neue Ergebnisse, Methoden und Analysen“ Knowhow rund um internationale Projektarbeit. Hilfreich dabei: Viele der Mitstreiter arbeiten entweder als Experten und Trainer im internationalen Projektmanagement - oder befassen sich als Vertreter von Hochschulen und Großfirmen wie BASF, IBM, Siemens oder Telekom mit dem aktuellen Thema. „Wir wollen damit die Kompetenz und Konkurrenzfähigkeit der GPM erhöhen und natürlich für uns selbst Know-how sammeln und Kompetenz zeigen“, so Wolfgang Rzehak, einer der Initiatoren. Vier Arbeitsgruppen haben sich gebildet, die sich mit den Themenfeldern Firmen, Kultur, Kommunikation und Literatur beschäftigen. Sandra Bartsch-Beuerlein, Mitglied in der GPM-Projektgruppe IPA NEMA: „Bei internationalen Projekten, deren Teams oft über die Welt verteilt arbeiten, ist heute als Werkzeug eine geeignete Arbeitsplattform - ein Projektportal - für die erfolgreiche Zusammenarbeit unabdingbar.“ Foto: privat P R O J E K TMANA G E M E N T 1 / 2 0 0 2 13 Florian Dörrenberg, Mitglied in der GPM-Projektgruppe IPA NEMA: „Je enger die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den einzelnen Nationen werden, desto internationaler stellt sich die Projektarbeit dar. Diese Entwicklung bietet ein enormes Potenzial, aber auch eine unterschätzte Herausforderung für die Projektmanager von morgen.“ Andreas Engelsberger, Mitglied in der GPM-Projektgruppe IPA NEMA: „Um auf dem Parkett der internationalen Projektarbeit erfolgreich zu sein, ist eine individuelle Vorbereitung insbesonders zum Thema der Kultur und der politisch-rechtlichen Aspekte in den beteiligten Ländern unerlässlich.“ Bernd Langer, Geschäftsführer der BBL-Software GmbH und Mitglied in der GPM-Projektgruppe IPA NEMA: „Wer im wachsenden globalen Wettbewerb auch morgen bestehen will, muss heute dafür sorgen, dass die Besonderheiten internationaler Projekte genauso professionell angegangen werden wie sein Projektmanagement zu Hause.“ Yousif S. Toma, Mitglied in der GPM-Projektgruppe IPA NEMA: „Die internationale Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern und den Transformationsländern in Mittel- und Osteuropa erfolgt fast ausschließlich durch Projekte. Diese komplexen und stets multikulturellen Projekte können nur mit speziellen Instrumenten und von besonders geschulten Fachkräften erfolgreich durchgeführt werden.“ Hartmut Reichelt, Mitglied in der GPM-Projektgruppe IPA NEMA: „Internationale Projektarbeit ist eine Herausforderung, der sich schon heute, besonders aber in Zukunft kaum ein Unternehmen entziehen kann! “ Foto: privat Foto: privat Foto: privat Foto: privat Foto: privat P R O J E K TMANA G E M E N T 1 / 2 0 0 2 14 REPORT ten in einem internationalen Projekt. Die AG Project Management Dictionary (PMD) (Teilprojektleiter: Bernd Langer) erstellt ein zweisprachiges, elektronisches Wörterbuch. Es wird die unterschiedlichen interpretatorischen Ansätze der Fachterminologie im Projektmanagement kontextbezogen verknüpfen. Das Wörterbuch soll Projektteams helfen, sprachliche Barrieren im internationalen Projektmanagementumfeld zu reduzieren. Auch soll jeder Anwender jederzeit und an jedem Ort den vorhandenen Wissensfundus entsprechend seinem Wissen weiter ausbauen können - im Sinne einer „lebendigen Plattform“. Die AG Support (Teilprojektleiterin: Marita Reichelt) baut eine offene Internet-Plattform mit aktuellen Informations- und Supportmöglichkeiten für die Arbeit in internationalen Projekten auf. Die AG virtuelle Projektarbeit erstellt eine Website für die Arbeit des bundesweit verstreuten Projektteams, die zudem als Beispiel für spätere Projektportale dienen soll. ■ Merle Runge, Mitglied in der GPM- Projektgruppe IPA NEMA: „Die erfolgreiche Steuerung internationaler Projekte erfordert auch von Entscheidern das Wissen um die Besonderheiten und Konsequenzen von Kulturunterschieden für den Projektprozess.“ Gissou Assmann, Mitglied in der GPM-Projektgruppe IPA NEMA: „Missverständnisse und Konflikte, die aus der eigenen kulturbedingten Haltung entstehen, können die Arbeit einer internationalen Projektgruppe unnötig erschweren und im Extremfall zur Handlungsunfähigkeit führen.“ Interkulturelles Projektmanagement fördern: Die GPM-Projektgruppe IPA NEMA baut Know-how für die globale Herausforderung auf. Auf dem Foto (v. l. n. r.): Florian Dörrenberg, Gissou Assmann, Merle Runge, Erland Hoffmann, Andreas Engelsberger. Foto: privat Foto: privat Foto: privat