eJournals PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL 22/3

PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL
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UVK Verlag Tübingen
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2011
223 Gesellschaft für Projektmanagement

Wenn der Hausmeister „Stakeholder“ eines Schulprojekts ist

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Oliver Steeger
Projekte gehören zum Schulalltag. „Echtes“ Projektmanagement stand aber bislang selten auf dem Lehrplan. Dies ändert sich. Immer mehr Schulen entdecken Projektmanagement für den Unterricht. Eine Fachgruppe der GPM unterstützt die Schulen dabei, junge Menschen so früh wie möglich mit den Regeln des Projektmanagements bekannt zu machen – und diese Regeln praktisch anzuwenden, wenn sie einen „Tag der offenen Tür“, technische Vorhaben oder Theateraufführungen planen. Jürgen Uhlig-Schoenian vom Landesinstitut für Schule Bremen leitet die Fachgruppe „PM macht Schule“. Im Interview berichtet er, weshalb sich Jugendliche für Projektmanagement begeistern, wie Projektmanagement die soziale Kompetenz von Schülern fördert – und wie man Lehrer dafür gewinnt, das für sie unbekannte Terrain „Projektmanagement“ zu betreten.
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Projektwochen in Schulen sind beliebt. Schüler stellen selbstständig Theateraufführungen und „Tage der offenen Tür“ auf die Beine. Sie legen Biotope an, bauen Modellfahrzeuge oder entwickeln elektrische Schaltanlagen. Von Projektmanagement hören die Jugendlichen dabei kaum etwas. An Schulen wird die Chance vertan, junge Menschen Projektmanagement ausprobieren zu lassen und sich mit dieser Arbeitsweise vertraut zu machen. Jürgen Uhlig-Schoenian: Völlig richtig! Bei typischen Projektwochen wird den Schülerinnen und Schülern eine offene Aufgabe gegeben, ein Thema, aus dem sie etwas machen sollen. Es wird dann in Arbeitsgruppen recherchiert und gearbeitet. Am Ende entstehen auch tolle Sachen. Aber es fehlt ein klassischer Projektauftrag, die strukturierte Vorgehensweise, Pläne, Analysen - all das, was im Projektmanagement gang und gäbe ist und später an Hochschulen und im Berufsleben sehr nützlich sein kann. Nach Ihrer Einschätzung, Herr Uhlig-Schoenian, ist Projektmanagement der Königsweg, Schüler an die Arbeitswelt, an Beruf und Wirtschaft heranzuführen. Auch Pädagogen stimmen Ihnen mittlerweile zu. Immer mehr Lehrer halten praxisorientiertes Projektmanagement für besser als ein Lehrfach namens „Wirtschaft“ … … zumindest dann, wenn in diesem Fach „Wirtschaft“ nur Wissen vermittelt wird. Die Arbeitsweisen und Strukturen in Wirtschaftsunternehmen versteht man am besten in der Anwendung. Das geht in der Schule zwar nur begrenzt, aber mit Projektmanagement ist eine bislang unerreichte Realitätsnähe möglich. Solches Wissen erwartet die Wirtschaft von Schulabgängern. Betriebe klagen seit Jahren, dass die Schulen nicht ausreichend auf die Berufswelt vorbereiten … Unserer Erfahrung nach führt man Schüler am besten an diese Materie heran, wenn man ihnen zeigt, wie man projekt MA N A G E M E N T aktuell 3/ 2011 l 3 REPORT Wenn der Hausmeister „Stakeholder“ eines Schulprojekts ist GPM Fachgruppe bringt „echtes“ Projektmanagement in den Schulunterricht Projekte gehören zum Schulalltag. „Echtes“ Projektmanagement stand aber bislang selten auf dem Lehrplan. Dies ändert sich. Immer mehr Schulen entdecken Projektmanagement für den Unterricht. Eine Fachgruppe der GPM unterstützt die Schulen dabei, junge Menschen so früh wie möglich mit den Regeln des Projektmanagements bekannt zu machen - und diese Regeln praktisch anzuwenden, wenn sie einen „Tag der offenen Tür“, technische Vorhaben oder Theateraufführungen planen. Jürgen Uhlig-Schoenian vom Landesinstitut für Schule Bremen leitet die Fachgruppe „PM macht Schule“. Im Interview berichtet er, weshalb sich Jugendliche für Projektmanagement begeistern, wie Projektmanagement die soziale Kompetenz von Schülern fördert - und wie man Lehrer dafür gewinnt, das für sie unbekannte Terrain „Projektmanagement“ zu betreten. Foto: privat Jürgen Uhlig-Schoenian ist Direktor im Schulverwaltungsdienst und derzeit tätig am Landesinstitut für Schule Bremen. Er ist unter anderem zuständig für die Entwicklung von Curricula für den Sekundarbereich II, berufliche Schulen und Bildungsgänge. Gemeinsam mit Prof. Michael Gessler (Universität Bremen) und der GPM hat er Leitmedien für den Projektunterricht entwickelt. Nach einer Elektromechanikerlehre, dem Ingenieurstudium und einem berufspädagogischen Studium wechselte Jürgen Uhlig-Schoenian in den Schuldienst, wo er sich bereits früh für Projektmanagement im Unterricht einsetzte. Er leitet die GPM Fachgruppe „PM macht Schule“. Oliver Steeger PM_3-2011_1-64: Inhalt 01.06.2011 5: 54 Uhr Seite 3 im Team Projekte durchführt. Wir bringen ihnen bei, Projekte fachgerecht zu planen, umzusetzen und abzuschließen. So können sie ein Gefühl für betriebliche Abläufe entwickeln. Sie können diese Abläufe selbst erfahren und reflektieren. Projektmanagement bildet für Schüler eine ausgezeichnete Brücke von der Schule in die Berufswelt. - Aber, wie gesagt, es muss sich um echte Projekte handeln! Pädagogisch reduzierte Scheinprojekte helfen nicht weiter. Ein Beispiel für ein solch „echtes“ Schülerprojekt? Ich beschreibe ein Beispiel aus einer Bremer Fachoberschule. In einem Schülerlabor gab es zwei voneinander unabhängige elektrische Schaltungen für eine Steuerungsanlage, eine moderne und eine ältere Schaltung. Diese beiden Schaltungen haben Schüler so miteinander verbunden, dass man heute im Laborunterricht auf Knopfdruck zwischen der alten und der neuen Schaltung wechseln kann, was eine enorme Arbeitserleichterung ist. Ich erkenne das Projekt noch nicht. Dies klingt nach einer anspruchsvollen Aufgabe für eine Arbeitsgruppe … Nein, nein, die Schule hat ein echtes Projekt daraus gemacht. Es gab einen Auftraggeber … … den Lehrer … Eben nicht! Das Material für die Schaltung wurde von einem Unternehmen gestiftet, das Steuerungstechnik her- „Echte“ Schülerprojekte stellt. Dieses Unternehmen war der Auftraggeber des Teams. Außerdem ist das Schülerteam mit der klassischen PM-Methodik zu Werke gegangen: Auftragsklärung in direkter Kommunikation mit dem Auftraggeber, Zieldefinition mit messbaren Kennzahlen, Stakeholderanalyse, Risikomanagement, Projektstrukturplan, Meilensteinsitzungen, Entwurf und Konstruktion, Bau, Testphasen, Dokumentation und Abschlussgespräch mit dem Auftraggeber. All dies dürfte gestandenen Projektmanagern bekannt sein. Hand aufs Herz: Projektmanagement ist mit einigem Arbeitsaufwand verbunden, den nicht wenige als persönlich hemmend, lästig und bürokratisch empfinden. Aus der Sicht von Laien macht Projektmanagement die Arbeit zunächst komplizierter. Wie reagieren Schüler auf Projektmanagement? Sie nehmen Projekte als Alternative zum herkömmlichen Unterricht wahr, weil ihnen dadurch das Gefühl der Selbstwirksamkeit vermittelt wird. Weitgehend selbstständig echte Probleme zu lösen, wofür ein realer Auftraggeber Ressourcen bereitstellt, ist einfach etwas völlig anderes, als für eine Klassenarbeit zu lernen. Im Mittelpunkt steht dann nicht mehr der Lehrer, sondern das Projektteam. Dieser handlungsorientierte Lernansatz macht den Schülern Spaß. Und nebenbei: Mit Spaß und beim Tun Gelerntes bleibt deutlich besser haften als auswendig Gelerntes. Ich will damit sagen: Später im Betrieb oder an der Universität werden sich Schüler an das praktisch Gelernte wesentlich besser erinnern. Für diesen Effekt gibt es empirische Belege. 22 l projekt MA N A G E M E N T aktuell 3/ 2011 4 REPORT Projektmanag Projektsystem bau komplexe Illustration: Broschüre „Projektmanagement macht Schule“ PM_3-2011_1-64: Inhalt 31.05.2011 10: 58 Uhr Seite 4 Schulen sehen ihre Hauptaufgabe darin, Wissen zu vermitteln. Heute unterrichtetes Wissen wird in wenigen Jahren veraltet sein, Methoden aber sind zeitlos, trotzdem werden sie selten gelehrt. Wie passt dies zusammen? Zunächst: Methoden kann man nicht „lehren“. Man muss sie selbst erfahren und kann sie anschließend theoretisch reflektieren. Auch wer die 2.540 Seiten des neuen GPM Handbuchs komplett auswendig lernen würde, wäre nicht automatisch ein guter Projektmanager. Das gilt auch für die Vermittlung von Methoden im Schulunterricht. Einverstanden. Dies ändert aber nichts daran, dass man sich in Schulen heute zu sehr auf Wissen statt auf Methoden konzentriert. Das Problem stellt sich aus meiner Sicht anders dar. Hier werden nicht zu wenige Methoden angewendet, sondern der Erwerb von Methodenkompetenz wird zu wenig mit dem Fachunterricht verknüpft. Genau diese Verbindung leistet Projektmanagement. Es führt fachliche, beispielsweise technische, wirtschaftliche oder soziale Inhalte mit dem Erwerb von Methodenkompetenz, Sozialkompetenz und Personalkompetenz zusammen. Schüler Methoden „erfahren“ lassen Es heißt, dass man sich in Deutschland schwertut, Wissen richtig zu nutzen. Deutschlands Rohstoff ist das Wissen, diese Erkenntnis ist mittlerweile ein Allgemeinplatz. In Deutschland hat man viele gute Ideen. … dumm nur, dass viele deutsche Erfindungen in anderen Ländern zu Geld gemacht wurden. Die Faxtechnik beispielsweise, die MP3-Technologie … Ich habe den Eindruck, dass wir uns hierzulande häufig schwertun, unsere Ideen umzusetzen. Daran sollten wir arbeiten. Projektmanagement im Unterricht demonstriert, wie man Ideen methodisch, strukturiert und auf ein Ziel hin ausgerichtet realisieren kann. Lehrer vermitteln ihren Schülern das Selbstbewusstsein, dass sie etwas bewegen können, wenn sie es nur richtig anfangen. Sie können im Team etwas gestalten - müssen sich aber mit den Teammitgliedern absprechen, sich disziplinieren und sich an die gemeinsam vereinbarten Regeln halten. Dann wird etwas aus dem Projekt! Neben Methodenkompetenz erwerben Schüler beim Projektmanagement auch soziale Kompetenz. Hochschulen und Wirtschaft beklagen immer wieder bei jungen Leuten die mangelnde Fähigkeit, zielorientiert im Team zu arbeiten. Wie stark fällt dieser Aspekt ins Gewicht? Projektmanagement wird zunehmend anspruchsvoller und zeitaufwändiger. Mit der 360° Projektsystematik zur Verfügung. Besonders abgestellt auf die Produktentwicklung und den Aufbau komplexer Infrastrukturen steht dabei die zielgerichtete Zusammenarbeit zwischen verschie- 360° Projektmanagement Anzeige PM_3-2011_1-64: Inhalt 31.05.2011 10: 58 Uhr Seite 5 Sehr stark! Ich halte Projektmanagement für einen guten Weg, auch das soziale Lernen von Schülern zu fördern - völlig unabhängig davon, dass sie verstehen, wie ein einfacher Projektstrukturplan aufgebaut ist. Die Schüler lernen Teamarbeit, also in der Gruppe ein Ziel zu verfolgen. Sie lernen, sich für das Team Spielregeln zu geben, verbindlich miteinander umzugehen, Verantwortung zu übernehmen. Der Erfolg eines Projekts steht und fällt mit der sozialen Kompetenz der Beteiligten, dies begreifen Schüler sehr schnell. Was nun spannend ist: Im traditionellen Frontalunterricht ist das soziale Lernen nur begrenzt möglich. Es hat Schulreformen gegeben in den vergangenen Jahren. Haben diese nicht gefruchtet? Untersuchungen zeigen, dass der Frontalunterricht an den meisten Schulen immer noch dominiert. Das gelenkte Unterrichtsgespräch, in dem die Pädagogen durch die typischen Lehrerfragen in kleinen Schritten Inhalte und Wissen entwickeln, fördert weder die Selbstständigkeit noch die Teamfähigkeit der Schüler. In der Berufswelt werden jedoch Leute gesucht, die selbstständig Probleme erkennen, offenen Fragen nachgehen, sich orientieren, recherchieren, Lösungen erarbeiten - und dies alles auch im Team. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer. Je früher sich junge Menschen Fertigkeiten aneignen, desto besser werden sie diese später beherrschen. Dies gilt nicht nur für Fremdsprachen und Klavierspielen, sondern auch beispielsweise für Projektmanagement. Aber kann man denn Vierzehnjährige bereits mit Methoden wie Zieldefinition, Stakeholderanalyse, Projektstrukturplan arbeiten lassen? Dies kann man sogar sehr gut. Wir praktizieren dies bereits seit längerer Zeit erfolgreich an Bremer Schulen. Die Arbeitsweise und Methodik des Projektmanagements müssen wir didaktisch freilich auf das jeweilige Alter abstimmen. Projektmanagement macht Schülern Soziales Lernen durch Projektmanagement ab etwa vierzehn Jahren viel Spaß, in diesem Alter besuchen sie die achte oder neunte Klasse, also noch nicht die Oberstufe. Ist der Auftrag authentisch gestaltet, so sind sie enorm motiviert, ihr Projekt strukturiert ans Ziel zu bringen. Im Idealfall bekommen sie sogar von externen Auftraggebern qualifiziertes Feedback, also nicht nur Noten, sondern echtes inhaltliches Feedback zum Projekt. - Ich vermute sogar, dass man mit geeigneter Didaktik Schüler an Projektmanagement heranführen kann, die jünger sind als vierzehn Jahre. Zurzeit testen wir das außerhalb der Schule. Wie sieht es mit Lehrern aus? Teilen sie die Freude ihrer Schüler am Projektmanagement? Nicht immer, leider. An berufsbildenden Schulen haben wir kaum Schwierigkeiten, Projektmanagement als Methode für das Lernen und Arbeiten einzuführen. Etwas problematischer ist es in den Oberstufen allgemeinbildender Schulen, beispielsweise Realschule oder Gymnasium. Viele Lehrer waren nie in der Wirtschaft tätig. Sie haben nach dem Abitur studiert; dann sind sie selbst wieder an die Schule gegangen. Spielt die mangelnde persönliche Bindung der Lehrer an die Wirtschaft eine Rolle dabei, dass Projektmanagement an Schulen bisher so wenig präsent ist? Bei einigen mit Sicherheit. Doch wir sollten nicht schwarzmalen. Ich kenne viele Lehrer, die sich für Projektmanagement begeistern, und ich kenne engagierte Schulen, die trotz personeller Engpässe Lehrer für unsere dreitägigen Projektmanagementfortbildungen freistellen. Was genau begeistert Lehrer am Projektmanagement? In etwa das, was auch Schüler begeistert. Lehrer freuen sich, wenn das, was sie für den Unterricht vorbereiten, Anklang findet. Für sie ist es ein Erfolg, positives Echo zu finden, also Schüler zum Lernen zu motivieren. Zudem werden Schülerprojekte in der Regel von einem Team aus Lehrern vorbereitet, mindestens von zwei, manchmal auch von drei oder vier Kollegen. Lehrer sind in puncto Unterricht zumeist auf sich allein gestellt, sie sind Einzelkämpfer … Eben! Es regt an und bringt Abwechslung, für Schülerprojekte mit Kollegen im Team zu arbeiten. Lehrer können ihren Schülern die Möglichkeit geben, sich Wissen durch handlungsorientierte Projekte anzueignen und dabei die Sozialkompetenz und Personalkompetenz zu stärken. Dies macht Pädagogen, die ihren Beruf auch als Berufung verstehen, richtig Spaß! Eben sagten Sie, es gibt bei Lehrern auch Vorbehalte gegen Projektmanagement. Ja, besonders bei Lehrern mit kreativen oder sozialen, personenbezogenen Fächern. Manche Kollegen argwöhnen, dass die PM-Methoden die Kreativität unterdrücken, sie in feste Bahnen lenken und damit hemmen würden. Andere Lehrer kritisieren am Projektmanage- Viele Lehrer aufgeschlossen 22 l projekt MA N A G E M E N T aktuell 3/ 2011 6 REPORT Illustration: Broschüre „Projektmanagement macht Schule“ PM_3-2011_1-64: Inhalt 01.06.2011 5: 54 Uhr Seite 6 Anzeige PM_3-2011_1-64: Inhalt 31.05.2011 10: 58 Uhr Seite 7 ment, dass man in sozialen Projekten nicht Methoden aus Technik und Wirtschaft anwenden könne; man geht ja mit Menschen um, nicht mit Maschinen. Zutreffende Einwände? Ich kenne viele kreative Schülerprojekte, die mit Projektmanagement geplant und durchgeführt wurden und die alle auch künstlerisch sehr erfolgreich waren. Ein Musical-Projekt beispielsweise, das in einer Bremer Schule alle zwei Jahre durchgeführt wird. Kulissenbau, Eintrittskarten, Plakate, Öffentlichkeitsarbeit, Organisation - dies wickeln die Schüler auf der Basis von Projektmanagement ab. In der Wirtschaft wird heute ausgefeiltes Projektmanagement verwendet, um komplexe Vorhaben in den Griff zu bekommen. Für den Gebrauch an Schulen hat man das Projektmanagement sicherlich vereinfacht … Nein. Wie kommen Sie darauf? Vermutlich wird man das Projektmanagement abgespeckt haben, um das Programm zu reduzieren. Ich beschreibe Ihnen, wie ein Schulprojekt aufgebaut ist. Urteilen Sie dann selbst, inwieweit unsere Vorgehensweise der aus der Wirtschaft entspricht. Gerne! Wir haben einen Leitfaden entwickelt, den wir Schülern für ihr Projekt an die Hand geben. Darin wird jeder PM auch für kreative Projekte? Schritt im Projektmanagement genau erklärt. Schüler brauchen nicht die Hilfe des Lehrers, um dies zu verstehen; der Leitfaden ist im Grunde ein Selbstlernmedium. Ein Unterrichtsprojekt beginnt mit der Auftragsklärung. Dies ist bereits anspruchsvoll für Schüler. Weshalb anspruchsvoll? Schüler müssen genau hinhören und lesen, die Anforderungen des Auftraggebers für sich „übersetzen“. Der Auftrag muss so formuliert sein, dass die Schüler hinter dem Auftrag stehen können und auch der Auftraggeber sich in der Beschreibung wiederfindet. Für Schüler ist dies eine echte Kommunikationsleistung. Das Ergebnis ist der sogenannte Projektsteckbrief. Er entspricht im Prinzip dem Lastenheft. Danach beginnt die Analyse des Umfelds, auch keine leichte Aufgabe. Typische Stakeholder sind beispielsweise die Hausmeister und die Reinigungsdienste der Schulen. Wie bitte …? Der Hausmeister muss sich beispielsweise bereit erklären, die Schule für eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts auch am Wochenende aufzuschließen. Und der Reinigungsdienst kehrt so manchen Dreck weg … … wo gearbeitet wird, fallen bekanntlich auch Späne. So ist es! Beschwert sich der Reinigungsdienst bei der Schulleitung, kann dies womöglich das Ende für ein Projekt bedeuten. Da lernen die Schüler schnell, was es heißt, die am Projekt interessierten Parteien zu ermitteln und ins Boot zu holen. Die allermeisten Projekte scheitern bekanntlich an mangelhafter Zieldefinition. Wie gehen Schüler mit diesem Thema um? Wir legen viel Wert darauf, dass die selbst gesteckten oder mit dem Auftraggeber vereinbarten Ziele mit Indikatoren definiert werden, an denen zu erkennen ist, ob diese Ziele erreicht wurden. Klare Messzahlen? Soweit es geht, eindeutige, quantifizierbare, scharf zu erfassende Zahlen. Die Ziele sind definiert - wie machen die Schüler weiter? Nach der Zieldefinition erstellen die Schüler einen Phasenplan mit Meilensteinen, um sich einen ersten zeitlichen Überblick zu verschaffen. Auf der Basis der nun vorliegenden „Grobplanung“ wird ein Projektvertrag mit dem Auftraggeber geschlossen. Der Vertrag ist quasi der Startschuss für die Fortsetzung der Planung mit dem Projektstrukturplan und der Beschreibung der Arbeitspakete. Das Erarbeiten des Projektstrukturplans ist übrigens für Schüler ein spannender Moment. Weshalb spannend? Mit dem Strukturplan erfassen sie erstmals das Ausmaß ihres Projekts, sie entdecken den Umfang. Haben sie das Gefühl, dass sie das Projekt nicht bewältigen kön- Achillesferse „Zieldefinition“ 22 l projekt MA N A G E M E N T aktuell 3/ 2011 8 REPORT Illustration: Broschüre „Projektmanagement macht Schule“ PM_3-2011_1-64: Inhalt 31.05.2011 10: 58 Uhr Seite 8 nen - so ist es nun an der Zeit, das Projekt zu überdenken, nach Rücksprache mit dem Auftraggeber zu modifizieren oder den Aufwand zu reduzieren. Dem Strukturplan folgt der Ablaufplan. Auf diesen Plan wird häufig verzichtet. Weshalb? Der Ablaufplan ist wichtiger Bestandteil eines Projekts. Mag sein. In den Workshops arbeiten wir mit Pinnwänden und Moderationskarten. Diesen Plan mit Papier und Bleistift zu erstellen, ist sehr mühsam. Deshalb ist es an dieser Stelle sinnvoll, dafür Computer zu nutzen. Dort, wo ausreichend PCs oder Laptops zur Verfügung stehen, wird der Projektablaufplan auch erstellt. Wir haben über die „Social Skills“ und über die Methoden gesprochen, die Schüler während eines Projekts im Unterricht lernen. Was lernen sie darüber hinaus? Sie lernen, ihre Vorhaben realistisch einzuschätzen, sich Ziele zu setzen und objektiv zu prüfen, wann diese erreicht sind - oder Rückschlüsse zu ziehen, warum die Ziele nicht erreicht wurden. Was die „Social Skills“ betrifft: Es geht nicht allein darum, dass Schüler Teamwork lernen. Sie schulen beispielsweise auch ihre Selbst- und Fremdwahrnehmung. Sie lernen Feedback zu geben, selbst anzunehmen und zu reflektieren. Wir regen beispielsweise an, dass Schüler während des Projekts für ihr Team ein Lernjournal führen. Ein Lernjournal? In kurzen Worten wird in dem Journal festgehalten, was jeder jeden Tag gemacht hat. Am Ende des Projekts wird über diese Aufzeichnungen gesprochen. Das Journal ist übrigens auch eine Grundlage für die Bewertung des Projekts - zusätzlich zum eigentlichen Projektergebnis, zur Projektdokumentation und Abschlusspräsentation. Der Lehrer zieht es heran, um sich über die individuellen Leistungen der Schüler ein Bild zu machen. Er kann ja nicht ständig jedes Team beobachten … Apropos Bewertung: In der Wirtschaft weiß man, wie man durch Assessments Projekte bewertet. Und man weiß, dass die Qualität der Projekte nicht allein aus dem Ergebnis und den erreichten Zielen abzuleiten ist. Wie aber sollen Lehrer Schülerprojekte bewerten? Auch in der Schule wird ein Projekt nicht allein nach den Ergebnissen bewertet. Das Verhalten und die Arbeitsweise des Schülers im Team spielt eine wichtige Rolle. Für die Benotung schätzt sich das Team selbst ein. Die Teammitglieder beschreiben, wie die Gruppenarbeit gelaufen ist. Wie gesagt, anhand des Lernjournals können sie ihre Einschätzung begründen. Betrachten wir doch bitte noch einmal die Lehrer. Sie befinden sich, wenn Projektmanagement an Schulen unterrichtet wird, in einem schwierigen Spagat. Zum einen ist der Lehrer häufig Auftraggeber von Projekten. „Lernjournal“ als Projekttagebuch Er gibt beispielsweise den Auftrag, einen „Tag der offenen Tür“ oder eine Theateraufführung zu organisieren. Zum anderen ist er Berater, also Coach, seiner Projektteams. Auftraggeber und Berater in Personalunion - für die Wirtschaft wäre solch eine Doppelrolle undenkbar! Dieser Rollenwechsel ist in der Tat nicht leicht. Wir empfehlen, die beiden Rollen strikt und für die Schüler erkennbar zu trennen. Wie soll dies gehen? Ein Lehrer kann beispielsweise zu speziellen Sprechstunden als Auftraggeber auftreten. Vielleicht reicht es sogar, dass er nur bei Meilensteinbesprechungen in die Rolle des Auftraggebers schlüpft. Die übrige Zeit sollte er den Projektteams beratend zur Seite stehen und darauf achten, dass sie ihren eigenen Lösungsweg finden können. Lehrer sind Pädagogen - und keine Projektcoachs. Wie schwierig ist es für sie, als Coach ihre Projektteams zu begleiten? Manchem Lehrer fällt das Coachen und Begleiten extrem schwer. Der Unterricht ist stark auf die Person des Lehrers zentriert. Die Musik spielt vorne. Von dieser zentralen Position aus hinter die Kulissen zu treten - damit tun sich einige Lehrer schwer. Dies gelingt nicht von heute auf morgen. Auch auf der dreitägigen Fortbildung, auf der wir Lehrer mit Projektmanagement vertraut machen, spielt dieser Wechsel eine große Rolle. Streng genommen hat der Lehrer neben dem Auftraggeber und dem Coach noch eine dritte Rolle. Er muss die Methoden erklären. Dies muss er nicht unbedingt. Nein? Nicht? Nein. Jeder Schüler bekommt einen Leitfaden. Der Lehrer erklärt am Anfang des Projekts, wie man mit dem Leitfaden umgeht. Dies dauert nicht länger als zehn Minuten. Danach geht es direkt in die Praxis. Schwieriger Rollenwechsel für Lehrer projekt MA N A G E M E N T aktuell 3/ 2011 l 9 Illustration: Broschüre „Projektmanagement macht Schule“ PM_3-2011_1-64: Inhalt 31.05.2011 10: 58 Uhr Seite 9 Ist dieser Sprung ins kalte Wasser nicht ein wenig rabiat? Missverstehen Sie mich bitte nicht! Wir führen Schüler behutsam an Projektmanagement heran. Die Leitfäden sind so aufgebaut, dass die Schüler jeden einzelnen Schritt gut nachvollziehen können. Außerdem geben wir ihnen darin Tipps, wie sie ihre Teamarbeit effektiv gestalten. Die Schüler nehmen die Vorschläge in der Regel gerne an. Sie erkennen schnell, dass die Methoden für sie hilfreich sind. Projektmanagement wird an Schulen des Bundeslands Bremen unterrichtet, auch in Niedersachsen, Berlin und Schleswig-Holstein gibt es Erfahrungen dazu. Der Schwerpunkt liegt noch klar im Norden. Spielen Schulen in südlichen Bundesländern noch nicht richtig mit? Doch. Wir haben auch Anfragen aus Süddeutschland. Wir können in der Fachgruppe derzeit aber nur begrenzt Fortbildungen in anderen Bundesländern anbieten. Wie müssen sich Schulen verändern, damit Projektmanagement unterrichtet werden kann? Manche Schulen müssen sich gar nicht ändern. Für sie geht es vielleicht nur noch darum, der bereits praktizierten Projektarbeit den letzten Schliff zu geben. Behutsam an PM heranführen Einverstanden. Dies sind Ausnahmen. Was ist mit den anderen? Andere müssen sich noch stärker ihrem Umfeld öffnen, um in Kooperation mit externen Auftraggebern reale Projekte realisieren zu können. Und wieder andere müssen erst einmal ihre Lehrkräfte über Fortbildung fit machen, damit sie erfahren, welches pädagogische Potenzial in dieser Methode steckt. Manche Schulen müssen sich überhaupt erst einmal klar werden, was mit einem Projekt - in unserem Sinne - gemeint ist. Der Begriff wird ja inflationär und häufig leider auch falsch verwendet. Zumindest nicht im Sinne der Standards richtig verwendet. In manchen Schulen wird beispielsweise die Bearbeitung eines Themas als „Projekt“ ausgegeben. Eine Schülergruppe soll ein Referat zum Thema „Kaiserkrönung von Karl dem Großen“ vorbereiten. Völlig richtig, ein Thema ist kein Auftrag für ein strukturiertes Projekt. Darüber kann man Referate halten, auch in Gruppen mit oder ohne Planungsphase. Aber deshalb ist es noch kein Projekt. An diesem Missverständnis sind schon einige Vorhaben an Schulen gescheitert. Inwiefern gescheitert? Schüler spüren, dass Thema und Auftrag eben nicht das Gleiche sind. Das authentische Problem eines realen Auftraggebers stellt eine ganz andere Herausforderung 22 l projekt MA N A G E M E N T aktuell 3/ 2011 10 REPORT Illustration: Broschüre „Projektmanagement macht Schule“ PM_3-2011_1-64: Inhalt 31.05.2011 10: 58 Uhr Seite 10 dar. Es geht um den Nutzen, den eine Problemlösung bringt, um unterschiedliche Interessen und Aushandlungsprozesse zwischen Auftraggeber und Projektteam. Es geht um Ressourcen und effektive Zusammenarbeit. All das spielt bei themenbezogenem Arbeiten keine oder nur eine untergeordnete Rolle. Was können Schulen tun, um Projektmanagement zu unterrichten? Sie können dem „Bremer Modell“ folgen, also dem Modell, das wir mit Bremer Schulen entwickelt haben. Wir haben ein Curriculum entwickelt; es umfasst mindestens dreißig Unterrichtsstunden, in denen Schüler ein erstes Projekt bearbeiten. Diese dreißig Stunden müssen im Stundenplan für die Projektarbeit freigeschaufelt werden, daran führt kein Weg vorbei. Das Curriculum beschreibt die darin zu vermittelnden Kompetenzen und Inhalte. - Und, freilich, die Lehrer sollten an einer Fortbildung teilnehmen. Denn bevor sie Projektmanagement unterrichten, müssen sie selbst Projektmanagement lernen. Ohne diese Fortbildung geht es nicht? Auf keinen Fall! Man kann nicht einfach den Leitfaden Schülern in die Hand drücken. Auch wenn die Leitfäden als Selbstlernmedien konzipiert sind, müssen Lehrer ein Gespür dafür entwickelt haben, wo die Stolpersteine und Fallstricke sind. Dann sind sie nämlich als Coach gefordert. Wie darf ich mir die Fortbildung vorstellen? Es geht in der Fortbildung nicht nur darum, die Methoden des Projektmanagements kennenzulernen. Auch die pädagogische Ebene wird eingehend diskutiert. Die bereits erwähnte Doppelrolle als Coach und Auftraggeber? Zum Beispiel! Im Idealfall verläuft die dreitägige Fortbildung wie der Schulunterricht, nämlich als Projekt. Wir führen zehn Minuten lang in das Thema an, dann geht es in die Praxis - mit dem gleichen Leitfaden, wie er auch im Unterricht verwendet wird. Der Auftrag lautet, sich ein Projekt für die Schüler vorzustellen und im Team den Unterricht dafür vorzubereiten - oder genauer: die Lernumgebung dafür zu entwickeln. Bisher haben mehr als 150 Lehrer diese Fortbildung durchlaufen. Viele wurden trotz knapper Personallage von ihren Schulen freigestellt. Dies zeigt, dass man die Bedeutung dieser Methode für den Unterricht erkennt. Bedeutung von Projektmanagement erkennen - bleiben wir kurz bei diesem Stichwort. Wie werden Schulen darauf aufmerksam, dass Projektmanagement für ihre Schüler von Bedeutung sein kann? Ich kann nur berichten, wie wir in Bremen auf Projektmanagement aufmerksam geworden sind. Fortbildung für Lehrer Authentische Projekte erforderlich gfw - Gesellschaft zur Förderung der Weiterbildung an der Universität der Bundeswehr München e.V. www.gfw-munich.de Managementausbildung: General MBA - Cert. International Management - MSc in Project Management Cert. Projektmanagementfachmann (GPM) MSc in Project Management: In 4 Semestern zum Manager. AUF EINEN BLICK: Im Oktober 2011 startet der Studiengang “Professional MSc in Project Management”, der von Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft federführend gestaltet und entwickelt wurde. Akademische Leitung: Prof. Dr. Heinz Schelle Projektmanagement & Management Know-how: Experten aus Wissenschaft & Wirtschaft als Dozenten Networking & Erfahrungsaustausch: Fach- und Führungskräfte in gemeinsamen Workshops Kleine Lerngruppen: Hohe individuelle Betreuungszeiten durch Dozenten Internationale Ausrichtung: MBA-Module und Unternehmensprojekte im Ausland Studienkonzept: Workshops, Fallstudien aus der Praxis und Selbststudienanteile Freie Auswahl von Zusatzmodulen: Für die persönliche Karriere Studienzeit: 24 Monate berufsbegleitend Kontakt: claudia.doerr@gfw-munich.de Tel. +49 89 6060 63-13 www.pm-master.eu START: Oktober 2011 Anzeige projekt MA N A G E M E N T aktuell 3/ 2011 l 11 PM_3-2011_1-64: Inhalt 31.05.2011 10: 58 Uhr Seite 11 Bitte! Was gab in Bremen den Anlass? Wir haben in Bremen vor sechs Jahren die Fachoberschulen reformiert. Ich hatte den Auftrag, ein Curriculum zu entwickeln, also einen Katalog von dem, was Schüler nach dem Besuch der Fachoberschule beherrschen sollen. Dafür haben wir auch mit Hochschulen gesprochen, auf die diese Schulen vorbereiten. Wir wollten wissen, was die Hochschullehrer von den Schulabsolventen erwarten … Vermutlich Projektmanagement? Nicht nur Projektmanagement. Man sagte uns pointiert, dass sichere Kenntnisse in Mathematik, Deutsch und Fremdsprachen eigentlich reichen. Der Rest würde an der Hochschule gelehrt. Vor allem aber wird erwartet, dass Absolventen selbstständig arbeiten und in Projekten mitwirken können, die in der Forschung durchgeführt werden. Sie setzen voraus, dass die Studierenden im Team Lösungen für Problemstellungen erarbeiten und recherchieren können. Studierende scheitern im Studium oft nicht wegen mangelhafter Begabung oder fehlendem Talent, sondern an der fehlenden Selbstorganisations- und Arbeitsfähigkeit. Dieser Anlass war der Keim für die Fachgruppe „PM macht Schule“? Die Fachgruppe hat mit Sicherheit nicht nur einen Keim, da kommt mehreres zusammen. Aber der Hauptstrang läuft über die GPM. Ich bin damals bei meinen Recherchen auf die GPM gestoßen. Und so habe ich Erwartungen von Hochschulen umgesetzt Professor Michael Gessler kennengelernt, ohne dessen herausragendes persönliches Engagement wir noch lange nicht so weit wären. Wir haben gemeinsam Leitfäden in drei Versionen entwickelt. Eine Version für jüngere Schüler, die Comic-Elemente enthält. Zudem zwei Versionen für ältere Schüler, die Projektmanagement anspruchsvoller vorstellen - die Vorgehensweise ist bei den drei Leitfäden grundsätzlich gleich. Sie unterscheiden sich voneinander nur in dem jeweiligen Musterbeispiel und in der Darstellungsform. Blicken wir nach vorne. Welche Ziele hat sich die Fachgruppe für die Zukunft gesetzt? Wir wollen „PM macht Schule“ breiter streuen. Wir wünschen uns, dass bundesweit Schulen Projektmanagement unterrichten. Wir bilden derzeit Multiplikatoren aus, also Fachleute, die Lehrerfortbildungen durchführen können; dies ist unsere Hauptaufgabe derzeit. Wir werden bald in der Lage sein, mehr Lehrer auszubilden - und zwar in allen Bundesländern. Bislang konnten wir ja „Fortbildungsaufträge“ beispielsweise aus Niedersachsen oder Berlin-Brandenburg gar nicht in ausreichendem Umfang wahrnehmen. Außerdem überlegen wir, wie wir „Botschafter“ gewinnen und auf ihre Tätigkeit vorbereiten können. Botschafter? Ja, beispielsweise Projektmanager im Beruf, die an der Schule ihrer Kinder für Projektmanagement im Unterricht werben. Wir können uns vorstellen, dass GPM Mitglieder Info-Abende an Schulen durchführen und dabei aus ihrem Berufsalltag berichten. Wir brauchen solche Botschafter, die sich persönlich dafür einsetzen, dass junge Menschen früh mit Projektmanagement in Berührung kommen. Darüber hinaus sind wir intensiv auf der Suche nach Unternehmen, die „Projektmanagement macht Schule“ (auch finanziell) unterstützen wollen. Es geht nicht zuletzt um Nachwuchsgewinnung. Nicht nur Projektleiter, auch alle anderen Mitarbeiter in den Unternehmen sollten wissen, wie Projektarbeit funktioniert. Nur so können Teams effektiv zusammenarbeiten und Projekte zum Erfolg führen. Weitere Informationen: Fachgruppe „Projektmanagement macht Schule“, E-Mail: pm-schule@gpm-ipma.de ■ Literatur [1] Gessler, Michael; Uhlig-Schoenian, Jürgen: Projektmanagement macht Schule (Leitfaden Sek. II). Ein handlungsorientierter Leitfaden für die Sekundarstufe II [2] Gessler, Michael; Uhlig-Schoenian, Jürgen: Projektmanagement macht Schule (TECHNIK). Selbstorganisiertes Lernen und Arbeiten mit Plan - ein handlungsorientierter Leitfaden für Studium und Schule/ Berufs- und Studienbereich TECHNIK Die Broschüren sind über die GPM zu beziehen (www.gpmipma.de). Ziele der GPM Fachgruppe 22 l projekt MA N A G E M E N T aktuell 3/ 2011 12 REPORT Oliver St Illustration: Broschüre „Projektmanagement macht Schule“ PM_3-2011_1-64: Inhalt 31.05.2011 10: 58 Uhr Seite 12