eJournals PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL 22/4

PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL
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2941-0878
2941-0886
UVK Verlag Tübingen
101
2011
224 Gesellschaft für Projektmanagement

IPMA-Zertifizierung von Projektpersonal - heute und morgen

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2011
Klaus Pannenbäcker
Der Beitrag gibt einen Überblick über den heutigen quantitativen Stand der Personenzertifizierung in der IPMA insgesamt und in der GPM und erläutert den Begriff des Kompetenzzertifikats. Kompetenz ist als Summe von geprüftem Wissen und Erfahrung definiert. Weiterhin wird die dreifache Prüfung des 4-L-C-Programms der IPMA in einer neuartigen Darstellung mit den Elementen PM-Kompetenz + PM-Karrierelevel, Assessmentgewicht und Assessmentprozeduren im Detail geschildert.
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N ach 17 Jahren hat sich heute die Anerkennung einer Personenzertifizierung bei Industrie und Wirtschaft gefestigt. Tabelle 1 gibt einen Überblick über die Anzahl der erteilten Zertifizierungen. Diese Zahlen entstanden mit jährlichen Steigerungen von ca. 20 Prozent. Einflüsse einer Hausse oder Baisse der Wirtschaft waren kaum zu bemerken. Die Weiterbildung ist für das Projektmanagement ein Selbstläufer. Mehr als 90 Prozent aller Zertifikate erhielten die Level D, PM-Fachmann/ Fachfrau (69 %), und C, Projektmanager (25 %). Projektmanagement ist in den gehobenen Führungsebenen (Level B und A) zwar eine Selbstverständlichkeit, es scheint aber über die Jahre eher von unten nachzuwachsen als direkt auf- oder nachgefrischt werden zu wollen. Man lässt „Projekte managen“. In Tabelle 1 ist auch der Anteil der Personenzertifizierungen der GPM an der Gesamtanzahl der IPMA dargestellt. Die IPMA-Zertifikate sind sogenannte Kompetenzzertifikate. Mit dieser Bezeichnung ist die Summe der Einzelprüfungen von Wissen und Erfahrungen gemeint, in der englischen Sprache mit „Skill“ beschrieben, was den deutschen Ausdrücken Eignung oder Fähigkeiten nahekommt. Das Kompetenzzertifikat ist mit einem persönlichen Führerschein zu vergleichen. Sein Träger hat nachgewiesen, dass er die Straßenverkehrsordnung kennt und deren Transfer in die Praxis gezeigt hat. Aus diesem Vergleich lassen sich die Grundlagen der IPMA-Kompetenzzertifizierung ableiten: ❑ Kompetenz ist als Summe von geprüftem Wissen und Erfahrung definiert. ❑ Wissen ist erlernbar, Erfahrung muss erworben werden. ❑ Um das Zertifikat zu erhalten, müssen eine Qualifizierung erreicht und mit mehreren Übungen persönliche Sicherheiten (= Erfahrungen) gesammelt werden. ❑ Der Qualifizierer ist folglich nicht nur ein „Vermittler von Wissen“, sondern auch ein „Trainer von Fähigkeiten“. ❑ Niemand wird einen Lehrgang besuchen, um nur Wissen zu erwerben. Er erwartet vielmehr an dessen Ende ein anerkanntes Zertifikat als Bestätigung seiner Kompetenz. ❑ Folglich sind Qualifizierung und Zertifizierung auf einander abzustimmen. ❑ Nach dem Vier-Augen-Prinzip der Qualität prüft nicht der, der gefertigt hat und umgekehrt. Daraus leiten sich die zwei verantwortlichen Gruppen von „Experten“ ab, die Trainer und die Assessoren. ❑ Aus der Größe der Fahrzeuge lassen sich unterschiedliche Niveaus des Handlings ableiten, bekannt als Führerscheinklassen. ❑ Fahrerlaubnisse mit höheren Verantwortungen für die zu transportierenden Güter, zum Beispiel Passagiere in einem Bus statt in einem PKW oder Transport von Gefahrengütern statt Baustoffen, verlangen eine umfassendere Zertifizierung. ❑ Je höher die Verantwortungen, desto intensiver sind auch die regelmäßigen Rezertifizierungen. ❑ Vorbei sind die Zeiten, wo für grenzüberschreitendes Autofahren noch zusätzlich internationale Fahrprojekt MA N A G E M E N T aktuell 4/ 2011 l 35 IPMA-Zertifizierung von Projektpersonal - heute und morgen Bei der GPM in Deutschland und in mehr als 45 nationalen IPMA-Länderorganisationen weltweit Die International Project Management Association (IPMA) startete 1998 offiziell mit ihrem Vier-Level-Zertifizierungsprogramm (4-L-C) für Projektpersonal. Die GPM war für die ersten Pilottests verantwortlich. Diese Veröffentlichung will die Marksteine der Entwicklungsschritte dokumentieren. Die heutigen Anforderungen des Marktes verlangen Verbesserungen. Sie betreffen die Inhalte und Prozesse der Personenzertifizierung sowie neue Zielgruppen. Der Wunsch nach Garantien einer Zertifizierung wird immer häufiger gestellt. Dieser Beitrag beschreibt das Verständnis der PM-Zertifizierung heute. In einem späteren Artikel werden Vorschläge zur PM-Zertifizierung morgen unterbreitet. In allen Beschreibungen ist die männliche Form gewählt. Sie schließt selbstverständlich auch die weibliche Form mit ein. Klaus Pannenbäcker Der Beitrag gibt einen Überblick über den heutigen quantitativen Stand der Personenzertifizierung in der IPMA insgesamt und in der GPM und erläutert den Begriff des Kompetenzzertifikats. Kompetenz ist als Summe von geprüftem Wissen und Erfahrung definiert. Weiterhin wird die dreifache Prüfung des 4-L-C-Programms der IPMA in einer neuartigen Darstellung mit den Elementen PM-Kompetenz + PM-Karrierelevel, Assessmentgewicht und Assessmentprozeduren im Detail geschildert. +++ Für eilige Leser +++ Für eilige Leser +++ Für eilige Leser +++ PM_4-2011_1-68: Inhalt 22.08.2011 11: 25 Uhr Seite 35 erlaubnisse beschafft werden mussten. Ob mit oder ohne internationalen Führerschein, das Fahren folgt „ähnlichen Regeln“, die nur unterschiedliche kulturelle Auslegungen kennen. ❑ Ein PM-Trainer muss sein PM-Wissen und seine angewandten PM-Erfahrungen selbst erlebt haben und beherrschen können. ❑ Gleiches gilt für einen Assessor. ❑ Beide „Experten“ müssen mindestens den Level B nachweisen können. Diese bildhaften Beschreibungen lassen auch erkennen, dass ein Führerschein für alle Fahrzeuge und mehrheitlich nur mit Wissensfragen abgeprüft, einfacher anerkannt wird und zu erlangen ist. Bei der Entwicklung des 4-L-C waren zwei fundamentale Schwierigkeiten zu überwinden: Es gab keine einheitliche Sprache und die nationalen PM-Trainer witterten große Konkurrenz durch diese Sprachenvereinheitlichungen. Deutschland fand mit dem damaligen Bundesminister für Wirtschaft, Herrn Dr. Möllemann, einen weitschauenden Promotor. Er veranlasste 1986 das Weiterbildungsprojekt „Angewandtes Projektmanagement“ mit dem Ziel, eine einheitliche „Sprache“ für die deutsche Industrie und Wirtschaft zu entwickeln und baldmöglichst einzuführen. Die entsprechende Ausschreibung gewann 1987 die GPM. Das Rationalisierungskuratorium der Deutschen Wirtschaft (RKW) war offizieller Auftraggeber. 1991 erschien der erste Doppelband mit der Auflage, einen Pilotlehrgang mit 150 Lehrgangsstunden und mit einer Prüfung von 2 x 2 plus 1 x 1 Stunde durchzuführen. Die Teilnehmer konnten nur nach Erstellung und positiver Bewertung eines Arbeitsprojektes zur Prüfung zugelassen werden. Der Pilotlehrgang wurde nach einer Woche vom RKW abgebrochen. Die ausgewählten Trainer, die nicht die Autoren der 16 einzelnen Kapitel waren, lehrten mehrheitlich ihr persönliches Verständnis von PM und nicht das des Lehr- und Lernbuches „Projektmanagement- Fachmann (PMF). Nach einem zweiten Anlauf - die Trainer wurden „dienstverpflichtet“, nur die PMF-Folien mit der zugehörigen Fachsprache zu verwenden - nahm der Auftraggeber RKW das Projekt als erfolgreich ab. Und so nebenbei entstand ein heute noch in gewandelter Form praktiziertes Franchise-Model für PM-Lehrgänge, heute als GPM autorisierte PM-Trainer (ATP) bekannt. Das Kernteam für Qualifizierung und Zertifizierung bestand in dieser Zeit aus den Kollegen Prof. Sebastian Dworatschek, Doz. Dr. Ulrich Wolff, Dr. Erhard Motzel, Dieter Eysel sowie Olaf und Klaus Pannenbäcker. Sie gründeten auch die PM-ZERT als eine selbstständige Abteilung innerhalb der GPM Mit diesen Kenntnissen und Erfahrungen fühlte die GPM sich stark, in der INTERNET (heute IPMA) etwas „Welt-einheitliches“ einzuführen. Besonders die Schweizer Projektmanagementorganisation (SPM) unterstützte durch Dr. Hans Knöpfel diese Bemühungen. Die Erfolge waren freilich zäh errungen worden. Wir Deutschen waren eben Deutsche und konnten wenig in der englisch/ amerikanisch dominierten Businesswelt ausrichten. PMI hatte bereits den Body of Knowledge (PMBoK) mit „bestem“ Marketing auf den Markt gebracht. Wir holten auf mit der IPMA Competence Baseline (ICB). Hier die Entwicklungsschritte: ❑ 1997, ICB 1: Peter W. G. Morris (UK), Hans Knöpfel (CH), Erhard Motzel (D), Olaf Pannenbäcker (D) ❑ 1999, ICB 2: Gilles Caupin (F), Hans Knöpfel (CH), Peter W. G. Morris (UK), Erhard Motzel (D), Olaf Pannenbäcker (D) ❑ 2006, ICB 3: Gilles Caupin (F), Hans Knöpfel (CH), Gerrit Koch (NL), Klaus Pannenbäcker (D), Francisco Perez-Polo (SP), Chris Seabury (UK) 22 l projekt MA N A G E M E N T aktuell 4/ 2011 36 WISSEN Level Jahr 2009 Gesamt inkl. 2010 IPMA davon Anteil der GPM IPMA davon Anteil der GPM % Anzahl Anzahl % % Anzahl Anzahl % A 1 52 9 17 1 340 47 14 B 4 830 131 16 5 7.085 844 12 C 22 4.353 387 8 25 32.786 2.268 7 D 73 14.031 2.593 18 69 90.325 18.411 20 Summe 100 19.266 3.120 16 100 130.536 21.570 16 Tab. 1: Anzahl der Personenzertifizierungen von IPMA und GPM Title Capabilities Certification Process Validity Stage 1 Stage 2 Stage 3 Certificated Projects Director (IPMA Level A) A Optional Project report 3 -5 years Certificated Project Manager (IPMA Level B) Competence = Knowledge + Experience + Personal Attitude B Application, Curriculum Vitae, Self Assessment References Project List e.g. Workshop, Seminar Interview Certificated Project Management Professional (IPMA Level C) C e.g. Workshop, Report Exam time limited Certificated Project Management Practitioner (IPMA Level D) Knowledge D Application, Curriculum Vitae, Self Assessment Exam not time limited option: time limited Abb. 1: Die 17 Jahre alte 4-L-C-Pyramide PM_4-2011_1-68: Inhalt 22.08.2011 11: 25 Uhr Seite 36 Die ICB fand mehr Feinde als Freunde. Fast jede Nation versuchte das gemeinschaftliche Werk ins englische, französische, holländische, skandinavische, deutsche etc. Umfeld zu konvertieren. Selbst nach dem Beschluss, dass die IPMA-Sprache Englisch sei, konnten sich unsere englischen Freunde mit ihrer eigenen Muttersprache nicht durchsetzen, weil sie niemand mehr verstand. Noch heute sind diese Verständnisbarrieren nicht gänzlich überwunden. Ein Grund dafür ist, dass APM (die englische Projektmanagementvereinigung) noch heute nicht vollends die ICB anerkennt. Die ICB war zuerst nur ein Glossar der Fachbegriffe. Aus dem Titel ist der Kompromiss zu erkennen, dass das C für Competence zuerst für die Zertifizierung als bindend gilt. Die weltweite Anerkennung erreichte die IPMA mit einer dreifachen Prüfung des 4-L-C-Programmes, ❑ Validierung: IPMA-interne Prüfung der Zertifizierungsstelle für Inhalte und Prozesse der Zertifizierung nach den Vorgaben der ICB und ICRG (IPMA Certification Regulation Guideline). Die ICB ist vergleichbar mit den Gesetzen (Bibel) und ICRG mit den Gesetzesauslegungen (Katechismus). ❑ Zertifizierung nach ISO 9000 ff., besonders für die Dokumentation der Vorgaben und Zertifizierungsergebnisse. Mit einem 2011 gestarteten Programm ICB4/ ICRG4 sollen alle existierenden nationalen und internationalen Standards so weit wie möglich harmonisiert werden. ❑ Akkreditierung nach ISO/ IEC/ DIN 17024: Regelungen für Stellen zur Personenzertifizierung, durchgeführt von staatlichen oder semistaatlichen Stellen. Besonders nach den Vorgaben der Akkreditierung fragen die Assessoren zuerst: „Wie fährst du und das überall und mit jedem Fahrzeug? “ Sie fragen nicht: „Wo und wie hast du fahren gelernt? “ In den letzten fünf Jahren sind zunehmend unter den älteren Zertifikanten die erfolgreichsten „Schwarzfahrer“ zu erkennen. Jene, die sich so lange unbehelligt im dicksten Verkehr sicher bewegen können, solange sie keinen Unfall verursachen. So wird die typische Frage an einen 45-jährigen Zertifikanten: „Warum tun Sie sich diese Mühen einer Zertifizierung an? “ fast immer beantwortet mit: „Ich habe keine akademische Grundausbildung. Das behindert meine Karriere. Doch ich will mich noch steigern, also muss ich meine Erfahrungen zeigen können. 4-L-C ist genau das, was ich suche. Und Ihr seid auch noch international anerkannt und zu Hause sogar akkreditiert.“ Das Stichwort „einheitliche Sprache“ ist heute nicht mehr so problematisch, zumal sich fast alle Nationen auf ein eigenes Businessenglisch geeinigt haben. So treten die Zertifizierungsinhalte immer mehr als etwas Selbstverständliches in die zweite Reihe zurück. Und in die erste Reihe schieben sich die Fragen nach den Zertifizierungsprozessen. „Nicht was zertifiziert ihr, sondern was zertifiziert ihr wie? “ ist heute die Frage. Diese muss sich transparent, übersichtlich und merkfähig als eine Vertrauensbasis darstellen können. Die 1996 von John Pymann (UK) und Klaus Pannenbäcker (D) in Prag erfundene „Pyramide“ hat offensichtlich ausgedient (Abb. 1). So entstand im März 2010 als eine gemeinsame Arbeit in Johannesburg mit Wessel und Liza Pieters sowie Claus Holm in Deutschland eine neue Darstellung, erstmals gezeigt beim IPMA-Festival of Knowledge in Capetown, veranstaltet von der dortigen Universität. Diese Darstellung ist eine Animation mit der Reihenfolge der Bilder projekt MA N A G E M E N T aktuell 4/ 2011 l 37 Beratung: Nadine Giejlo nadine.giejlo@koblenz.ihk.de Tel. (0261) 106-391 Schlossstr. 2 | 56068 Koblenz IHK-zertifizierte Qualifikation zum Projekt-Manager (m/ w) www.management-zentrum-mittelrhein.de Anzeige Skills Areas Knowledge Experience Technical Behavioural Contextual D C B A 70 60 50 40 15 20 25 30 15 20 25 30 PM-Kompetenz PM-Karrierelevel Die globalen Merkmale sind Level A Projektdirektor von Programmen, Portfolios und Multiprojekten Level B Seniorprojektmanager von komplexen Projekten Level C Projektmanager von nicht komplexen Projekten Level D Projektmanagement-Fachmann Die drei Bereiche sind definiert mit Prozentgewichtungen für alle vier Level Die Karierelevel sind definiert mit IPMA-4-L-C-Programm 1996 startet IPMA (International Project Management Association) ihr Vier-Level- Zertifizierungsprogramm (4-L-C). Kompetenzzertifizierung mit Wissen plus Erfahrung, Bereichszertifizierung mit den drei Ausprägungen Technical plus Behavioural plus Contextual Abb. 2: Definitionen und Verknüpfungen der PM-Kompetenz und/ mit PM-Karriere-Level PM_4-2011_1-68: Inhalt 22.08.2011 11: 25 Uhr Seite 37 ❑ PM-Kompetenz und PM-Karierelevel (Abb. 2) ❑ Assessmentgewicht (Abb. 3) ❑ Assessmentprozeduren (Abb. 4) Vorgestellt wurden diese Darstellungen bisher auch beim National Forum der SPMP in Rzeszow in Polen im November 2010, beim National Forum in Riga in Lettland im November 2010, beim Expert Seminar der spm in Zürich im Februar 2011 sowie innerhalb der GPM und PM-ZERT. Es gab großen Zuspruch für die deutlich übersichtlichere Präsentation dieses IPMA-Produktes. Mit diesen neuen Darstellungen entstanden gleichzeitig auch wesentliche Erweiterungen des bestehenden Zertifizierungsprogrammes. Die daraus erwachsenen Vorschläge sind Inhalt des nächsten Teilkapitels „Zertifizierung morgen“. ■ Schlagwörter ICB 2.0, ICB 3.0, PMBoK, Qualifizierung im PM, Zertifizierung im PM, 4-L-C Autor Klaus Pannenbäcker studierte Elektrotechnik an der Fachhochschule in Dortmund. Sein Berufsleben begann er 1959 bei der Siemens AG in Erlangen, wechselte zur Kraftwerkunion AG und begann dort mit der Entwicklung und Einführung von Projektmanagement im nationalen und internationalen Kraftwerksbau. 1980 gründete er sein technisch-organisatorisches Ingenieurbüro GABO mbH. Schwerpunkte seiner Dienstleistungen waren angewandtes PM und Redokumentation im Anlagenbau. Über Prof. Heinz Schelle kam er mit der GPM in Kontakt. Er war Mitglied des GPM Vorstandes und in dieser Zeit Leiter des Projektes Projektmanagement-Fachmann/ Fachfrau, der ersten einheitlichen Weiterbildungsgrundlage in Deutschland, im Auftrage des RKW Eschborn. Er entwickelte das Franchaise-Modell für PM-Trainer und als Präsident der IPMA die Vierstufenzertifizierung von PM-Personal. In zwölf Ländern führte er selbst die Personenzertifizierung ein. Heute ist er tätig als Assessor der PM-ZERT in der GPM. Seine Aktivitäten konzentrieren sich auf die Weiterentwicklung der Personenqualifizierung und -zertifizierung in der Projektwirtschaft. Anschrift pannenbaecker - consulting Tel.: 0 91 31/ 6 16 67 17 E-Mail: mail@klaus-pannenbaecker.de 22 l projekt MA N A G E M E N T aktuell 4/ 2011 38 WISSEN Skills Areas Knowledge Experience Technical Behavioural Contextual Schriftl. Prüfung 8 2 Mündl. Prüfung 4 6 Workshop 1 9 Berichte 5 5 Interviews 3 7 Summe (von 50 Punkten) 21 29 D C B A 70 60 50 40 15 20 25 30 15 20 25 30 PM-Kompetenz PM-Karierrelevel Assessmentgewicht IPMA-4-L-C-Programm 4-L-C gebraucht fünf verschiedene Methoden der Zertifizierung, um alle drei Bereiche zu prüfen Schriftl. Prüfg. im Wesentlichen Wissen Mündl. Prüfung mehr Erfahrung als Wissen Workshop im Wesentlichen Erfahrung Schriftl. Berichte Wissen und Erfahrung Interviews Wissen, im Wesentlichen Erfahrung Die Summe von 50 Punkten des Assessmentgewichts zeigt mehr Punkte für Erfahrung, deshalb ist 4-L-C grundsätzlich ein Kompetenzzertifizierungsprogramm Abb. 3: Das Assessmentgewicht je fünf Zertifizierungsmethoden Skills Areas Knowledge Experience Technical Behavioural Contextual D C B A 70 60 50 40 15 20 25 30 15 20 25 30 Basistest BT+Leveltest BT+Leveltest Leveltest 20 min 30 min 15 min 30 min xxx 8 hours Transfernachweis Projektbericht Projektstudienbericht PPP- Studienbericht 15 min 15 min 30 min 30 min PM-Kompetenz PM-Karrierelevel Assessmentgewicht Assessment Procedure IPMA-4-L-C-Programm Schriftliche Prüfung 8 2 Das 4-L-C 2010 ist akzeptiert anerkannt Mündliche Prüfung 4 6 Workshop 1 9 Berichte 5 5 Interviews 3 7 Summe (von 50 Punkten) 21 29 Abb. 4: Gesamtbild des 4-L-C-Programmes Anzeige Mey Ma PM_4-2011_1-68: Inhalt 22.08.2011 11: 25 Uhr Seite 38