eJournals PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL 23/5

PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL
pm
2941-0878
2941-0886
UVK Verlag Tübingen
121
2012
235 Gesellschaft für Projektmanagement

Projektmanagement als Kompass in bewegten Zeiten

121
2012
Oliver Steeger
Der sich abzeichnenden Wirtschaftskrise die Stirn bieten: Projektmanagement gilt als Kompass, mit dem Unternehmen in bewegten Zeiten auf Kurs bleiben. Unter diesem Leitgedanken stand das „29. Internationale Deutsche Projektmanagement Forum 2012“. Über 850 Teilnehmer diskutierten in Nürnberg Nachrichten aus dem Projektmanagement, erörterten Trends und tauschten Erfahrungen aus. Den Höhepunkt des zweitägigen Kongresses bildete die Gala „PM Ahoi!“, auf der die GPM den Preis „Deutscher Project Excellence Award 2012“ verlieh. Der Award ging in diesem Jahr nach Mainz, an das „Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz“. Das vierzigköpfige Siegerteam hatte in seinem Bundesland Digitalfunk für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei eingeführt.
pm2350003
projekt MA N A G E M E N T aktuell 5/ 2012 l 3 REPORT Keynote Speaker Prof. Peter Scholl-Latour unternahm mit seinem Publikum eine Reise durch die Stürme der gegenwärtigen Weltpolitik. Foto: Oliver Steeger W ie kann Projektmanagement unsere Unternehmen trotz rauem Wetter zum Ziel führen? “, fragte GPM Vorstandsvorsitzender Andreas Frick bei der Eröffnung des zweitägigen Forums. Die Antworten der PM-Fachleute: Das Unternehmen mit Multiprojektmanagement steuern, die Projekte mit der richtigen Mannschaft auf Kurs halten, agil die Vorhaben vorantreiben, Projektmanagement sauber implementieren und in Projekten gekonnt kommunizieren. Was dies in der Praxis bedeutet - darüber tauschten sich auf dem Forum Praktiker, Wissenschaftler und Berater aus. Fast sechzig Vorträge standen auf dem Programm, dazu viele Präsentationen und Ausstellungen. Inspirationen für die Herausforderungen der Zukunft boten fünf Keynote Speaker. Der Themenbogen ihrer Vorträge spannte sich von hochkarätigen Projekten wie dem Bau der Ostsee-Pipeline über die arabischen Konfliktherde, extreme Alpin-Projekte und klimaschützende Innovationen bis hin zur Moralphilosophie. Gleich zu Beginn des Programms stellte Keynote Speaker Dr. Georg Nowack (Nord Stream AG) hocheffizientes Projektmanagement vor. Er gab Einblick in das Bauprojekt der Ostsee-Pipeline: Sein Unternehmen verlegte zwei je 1.224 Kilometer lange Rohrstränge unter dem Meeresspiegel. Die Pipeline transportiert russisches Erdgas nach Europa und versorgt sechzehn Millionen Haushalte. Detailliert erläuterte Dr. Georg Nowack die Erfolgsfaktoren des Projekts. So haben die Unabhängigkeit der Projektgesellschaft und die gute Personalausstattung erheblich zum Gelingen dieses ehrgeizigen Offshore-Vorhabens beigetragen. Gelohnt haben sich auch konsequentes Risikomanagement, realistische Zeitpläne, gute Kommunikation mit Stakeholdern sowie die Zusammenarbeit mit erfahrenen Unternehmen. Mit warmherzigem Applaus empfingen die Projektmanager den Nahostexperten Prof. Peter Scholl-Latour. Der bekannte Journalist und Publizist unternahm mit seinem Publikum eine Reise durch die Stürme der gegenwärtigen Weltpolitik. Insbesondere erörterte er die Hin- Projektmanagement als Kompass in bewegten Zeiten PM Forum mit 850 Teilnehmern ein großer Erfolg Der sich abzeichnenden Wirtschaftskrise die Stirn bieten: Projektmanagement gilt als Kompass, mit dem Unternehmen in bewegten Zeiten auf Kurs bleiben. Unter diesem Leitgedanken stand das „29. Internationale Deutsche Projektmanagement Forum 2012“. Über 850 Teilnehmer diskutierten in Nürnberg Nachrichten aus dem Projektmanagement, erörterten Trends und tauschten Erfahrungen aus. Den Höhepunkt des zweitägigen Kongresses bildete die Gala „PM Ahoi! “, auf der die GPM den Preis „Deutscher Project Excellence Award 2012“ verlieh. Der Award ging in diesem Jahr nach Mainz, an das „Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz“. Das vierzigköpfige Siegerteam hatte in seinem Bundesland Digitalfunk für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei eingeführt. Oliver Steeger tergründe für die Konflikte in der arabischen Welt: Die Nachrichten, die uns erreichen, sind häufig verzerrt und ungenau. In Wahrheit drohen sich die scheinbar regionalen Konflikte zu einem Flächenbrand auszuweiten, der neben dem Nahen Osten auch Teile Afrikas erreichen kann. Und: Anders als vielfach in Deutschland vermutet, heizen nicht der Kampf um Freiheit die Kämpfe an, sondern das Ringen um die Vormacht - und der Kampf um Erdöl. „ PM_5-2012_1-68: Inhalt 31.10.2012 10: 32 Uhr Seite 3 22 l projekt MA N A G E M E N T aktuell 5/ 2012 4 REPORT Applaus für das Spitzenprojektmanagement in einem Landesministerium: Ein Team von vierzig Spezialisten hat im Bundesland Rheinland-Pfalz Digitalfunk für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei eingeführt. Das Projekt des „Ministeriums des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz“ stellte 30.000 Funkgeräte bereit, errichtete über 270 Funkstationen und machte rund 90.000 Nutzer mit der neuen Funktechnik vertraut. Seither können die „Blaulichtorganisationen“ des Landes deutlich besser miteinander kommunizieren. Für die Bürger bringt dies mehr Sicherheit. Denn der „alte“ Analogfunk stammt im Prinzip aus den 1950er-Jahren; er bremste die Arbeit hochmoderner Einsatzleitstellen aus. Glänzend war nicht nur der technische Erfolg dieses Projekts, sondern auch das Projektmanagement. Das Team brachte die Interessen und Anforderungen vieler Stakeholder unter einen Hut, professionalisierte während des Projekts sein Projektmanagement und setzte Schwerpunkte bei der beruflichen Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter. Vor allem: Dank geschickter Steuerung hat das Team sein geplantes Budget um zehn Prozent unterschritten. Für diese Leistung erhielt das Team jetzt den Preis „Deutscher Project Excellence Award 2012“ (DPEA). Anlässlich des PM Forums in Nürnberg überreichten GPM Vorstand Gabriele Danzebrink und Michael Boxheimer, Programmmanager des Awards, die Trophäe. Staatssekretärin Heike Raab war als Auftraggeberin des Projekts eigens nach Nürnberg angereist. „Für uns ist der Award wie ein Sechser im Lotto“, freute sie sich über den Erfolg. In der Endausscheidung dieses Projektmanagement-Wettbewerbs standen drei weitere Projektteams. Ein Team der „BWI Informationstechnik“ führte für die Bundeswehr ein umfangreiches IT- Projekt mit einem Gesamtvolumen von 7,1 Milliarden Euro durch. Ein Team der „iwb Ingenieurgesellschaft“ plante und überwachte in einem Projekt den Bau einer Energiezentrale für einen europäischen Großflughafen. Zudem erreichte ein Team der „STWB Stadtwerke Bamberg“ das Finale mit dem Bau eines Hallenbads, das als Europas erstes zertifiziertes Passivhaus-Hallenbad gilt. Auch diesen Projekten attestierte die Award-Jury vorbildliches Projektmanagement. Die Finalisten in der Übersicht: Die Jury lobte, dass das Projektteam der „iwb Ingenieurgesellschaft“ trotz Störungen seine Termine konsequent eingehalten hat. Es hat eine Energiezentrale an einem europäischen Großflughafen errichtet. Drei Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von 7.500 Quadratmetern umfassen heute Blockheizkraftwerke, Wärme- und Kältespeicher sowie Transformatoren und Notstromdiesel. Solche Airport-Bauprojekte gelten als sehr schwierig. Sie unterliegen besonderen Sicherheitsvorschriften; Gebäude und Anlagen dürfen etwa die Radaranlagen nicht stören. Das Team der „iwb Ingenieurgesellschaft“ hatte sich deshalb für die Planung und die Bauüberwachung mit vielen Partnern wie Betreibern, Fachplanern und Gutachtern abgestimmt. Auch mit dieser Leistung überzeugte das Team die Jury. Das Projektteam von „BWI Informationstechnik“, das mit seinem Vorhaben das Finale erreichte, hat nachgerechnet: Das sich über zehn Jahre erstreckende Vorhaben unter dem Namen „HERKULES-Integration“ ist das größte IT-Projekt in der Geschichte der Bundeswehr. Ganze Rechenzentren wurden umgebaut. Militärische und zivile Einheiten arbeiteten Hand in Hand, um die IT der Bundeswehr zu standardisieren und zu einem zuverlässigen Führungsinstrument auszubauen. Eine der größten Herausforderungen für die Manager: Sie hatten eine Vielzahl voneinander abhängiger Teilprojekte wirksam zu überwachen und in die richtige Richtung zu steuern. Zudem waren häufig Sicherheitsinteressen und finanzielle Interessen bei Entscheidungen abzuwägen. Die Jury lobte zwei Ergebnisse des Projekts besonders: Der Kunde ist sehr zufrieden mit den Ergebnissen, und viele Mitarbeiter des Teams konnten sich während des Projekts beruflich weiterentwickeln. „Bambados“ heißt das neue Hallenbad in Bamberg, und wer es besucht, kann mit gutem Öko-Gewissen schwimmen oder seine Gesundheit im hauseigenen Saunapark kräftigen. Die von einem Team der STWB Stadtwerke Bamberg errichtete Anlage hat ihr Zertifikat für die Passivhaus-Bauweise erhalten und leistet ihren Beitrag zum Klimaschutz. Das Projektteam musste dafür Neuland betreten. Das Energiekonzept der Halle, die unter anderem sechs Becken überspannt, wurde bislang nirgends sonst umgesetzt. Hinzu kam: Das Bad entstand in engem Dialog mit den Bambergern. Das Projektteam setzte achtzig Prozent der Wünsche künftiger Nutzer bei der Konzeption um. Sogar bei der Namensgebung und für das Tarifsystem ließ sich das Team von den Stakeholdern leiten. Diese Bürgerbeteiligung gefiel der Jury. Zudem hob sie das vorbildliche Teamwork bei diesem ausgezeichneten Projekt hervor. PE-Award an Digitalfunkprojekt in Rheinland-Pfalz Gruppenbild mit dem besten deutschen Projektteam: Der Preis „Deutscher Project Excellence Award 2012“ ging an ein Team aus dem Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz. Foto: Oliver Steeger PM_5-2012_1-68: Inhalt 31.10.2012 10: 32 Uhr Seite 4 Über Moral und moralische Gefühle sprach der Philosoph Dr. Richard David Precht. Anders als von (deutschen) Philosophen vermutet, gründet sich die Moral mehr auf Gefühle als auf Vernunft. Moralische Gefühle, so der Autor, bestimmen unser Handeln. So sei beispielsweise das Gefühl für Fairness in Menschen angelegt - allerdings nur als Gefühl dafür, ob man selbst unfair behandelt wird. Gemeinsam mit dem Publikum unternahm Precht Gedankenexperimente zur Moprojekt MA N A G E M E N T aktuell 5/ 2012 l 5 Best Practices zum Anfassen Infos und Anmeldung Telefon: 089 89 31 61-16 www.tiba.de Bitte beachten Sie unsere Early Bird Angebote bis zum 30.11.2012 Tiba Managementberatung GmbH Elsenheimerstraße 47a 80687 München www.tiba.de Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des Tiba PM-Tages 2013 der diesmal in der Allianz Arena und im Kempinski Airport Hotel stattfindet. Nutzen Sie diese exklusive Entscheiderplattform, um von Best-Practice-Projekten und branchenübergreifendem Austausch zu profitieren. Schauen Sie hochkarätigen Referenten und Keynote-Speakern über die Schulter und lernen Sie aus ihren Erfahrungen. Freuen Sie sich auf die zahlreichen Highlights des Tiba PM-Tages 2013 rund um das Thema Projektmanagement - praxisnah und aus erster Hand! Tiba PM-Tag 23./ 24 Januar 2013 in München Allianz-Arena und Kempinski Airport Hotel · Wie kann PM einen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg leisten? · Wie können Teams über Länder hinweg erfolgreich zusammen arbeiten? · Wie kann PM langfristig Ihren Unternehmenserfolg sichern? Tiba PM-Tag 2013 • 2 hervorragende Keynote-Speaker • 5 spannende Vorträge • 8 intensive Workshops • Attraktives Rahmenprogramm • Erfahrungsaustausch und Experten-Networking • Teilnahmebestätigung mit 8 PDU´s Ilse Ehmann Projektleiterin PM-Tag pm-tag@tiba.de Ihr Ansprechpartner: Anzeige Über Moral und moralische Gefühle sprach der Philosoph Dr. Richard David Precht. Anders als viele Philosophen gründet Precht die Moral mehr auf Gefühle als auf Vernunft. Foto: Oliver Steeger Extrembergsteiger Hans Kammerlander ließ das Publikum an seinen Expeditionen zum Dach der Welt teilhaben. Er hat dreizehn der vierzehn Achttausender bestiegen. Foto: Oliver Steeger PM_5-2012_1-68: Inhalt 31.10.2012 10: 32 Uhr Seite 5 22 l projekt MA N A G E M E N T aktuell 5/ 2012 6 REPORT Die sprichwörtliche Qual der Wahl: Dreißig vielversprechende Studienabschlussarbeiten haben in diesem Jahr die GPM erreicht, alle waren von wissenschaftlicher Qualität und mit gutem Praxisbezug. Doch nur drei Arbeiten konnte die Jury für den „Deutschen Studienpreis Projektmanagement“ der GPM auswählen. „Die Entscheidung fiel uns sehr schwer“, erklärte Prof. Siegfried Seibert, Vorsitzender der Jury. Am Ende standen beim PM Forum zwei Preisträgerinnen und ein Preisträger auf der Bühne. Eine Diplomarbeit, eine Bachelor’s Thesis und eine Dissertation wurden mit dem Studienpreis ausgezeichnet. Die preisgekrönten Arbeiten im Detail: Agile Vorgehensmodelle und Methoden sind längst nicht mehr allein Domänen von IT-Projekten. Auch im klassischen Projektmanagement setzen sich Methoden wie etwa Scrum durch; sie bieten niedrigere Kosten, höhere Qualität, mehr Kundenzufriedenheit und flexible Änderungsmöglichkeiten. Aber: Die Software-Tools für Projektmanagement hinken diesem Trend hinterher. Viele Softwarelösungen sind nur begrenzt für agile Methoden einzusetzen, sie decken selten die Anforderungen solcher Projekte und größerer Unternehmen ab. Fabius-Valentin Natter (Technische Universität München) hat bestehende Softwarelösungen evaluiert und darauf aufbauend einen Prototyp für die Umsetzung der Scrum-Methode in Sharepoint entwickelt, der sich auch für große Projekte eignet. „Insbesondere kollaborative Arbeit in räumlich verteilten Teams sowie die effiziente Verwaltung aller Ressourcen werden durch die vorgeschlagene Lösung vollständig abgedeckt“, erklärt Fabius-Valentin Natter in seiner Diplomarbeit. Was bedeutet: Der Einsatz von spezifischer Software für agile Projekte erübrigt sich. Der Titel der Arbeit von Fabius-Valentin Natter: „Agiles Projektmanagement mit Scrum - Möglichkeiten und Grenzen der Umsetzung von agilen Projektmanagementmethoden in Standardsoftware am Beispiel von Microsoft-Systemen“. Um multikulturelle Projektarbeit dreht sich die prämierte Bachelor’s Thesis von Sabine Postels (Karlshochschule International University). Interkulturell gemischte Teams sind schwierig zu führen und zu steuern, dies ist bekannt. Sabine Postels ist diesen Problemen empirisch nachgegangen. Ihre Erhebung bestätigt, wie zentral die Kommunikation für die Zusammenarbeit ist - sowohl bei der Koordinierung des Projekts als auch bei Konflikten. „Deshalb ist die Arbeit an kommunikativen Gruppenaufgaben mit kollektiven Zielen sehr wichtig für Teamentwicklung und Projekterfolg“, erklärt die Absolventin. Ihrer Befragung zufolge weckt das Wissen um kulturelle Unterschiede das Interesse am Gegenüber und kann einen wertvollen Beitrag zur Kohäsion leisten. Ihre Studie unter dem Titel „Leadership and multicultural Project Teams: A team-level Analysis“ vermittelt ein äußerst reales und dynamisches Bild von interkultureller Kooperation und Führung - und dies völlig branchenunabhängig. Deshalb lassen sich die Ergebnisse für die Arbeit in verschiedenen Projektarten verwenden. Dr. Barbara N. Unger (Technische Universität Berlin) macht sich in der PM-Wissenschaft derzeit einen guten Namen. Die IPMA zeichnete Ende Oktober Teile ihrer Arbeit als „Outstanding Research Contributions by Young Researchers“ aus. Von der GPM empfing sie den „Deutschen Studienpreis Projektmanagement“ für ihre Dissertation unter dem Titel „Project Portfolio Governances“. Auch sie beginnt ihre Arbeit mit bekannten Fakten: Projektportfolios werden immer komplexer und immer wichtiger für den Unternehmenserfolg. Damit wächst die Bedeutung der Steuerung von Portfolios. Dr. Barbara N. Unger untersucht in ihrer empirischen, international ausgelegten Studie, wie Topmanagement, strategische Projektmanagement-Offices (PMOs) und Prozessformalisierung interagieren. Ein Ergebnis: Das Topmanagement ist bekanntlich von großer Bedeutung für den Erfolg von Projektportfolios. Neu aber ist: Erstmals gelingt in dieser Studie der empirische Nachweis für den Erfolgsbeitrag von Projektmanagement-Offices. Auch der Wirkungsmechanismus von PMOs wird in dieser Studie aufgezeigt. „Eine gleichzeitige und abgestimmte Formalisierung des Projektportfoliomanagements sowie des Einzelprojektmanagements hat dabei einen komplementären Effekt“, erklärt Barbara N. Unger. Mit der Verleihung des „Deutschen Studienpreises Projektmanagement“ unterstützt die GPM seit 17 Jahren hoch motivierte und engagierte junge Hochschulabsolventen und fördert damit den wissenschaftlichen Nachwuchs. Die Jury setzt sich aus Mitgliedern des GPM Kuratoriums sowie aus weiteren Fachleuten zusammen, die aus Projektmanagement und Hochschule stammen. GPM ehrt junge Wissenschaftler Die Verleihung des „Deutschen Studienpreises Projektmanagement“ in Nürnberg: Jury-Vorsitzender Prof. Siegfried Seibert, Fabius-Valentin Natter, Sabine Postels und Dr. Barbara N. Unger (v. l. n. r.). Foto: Oliver Steeger PM_5-2012_1-68: Inhalt 31.10.2012 10: 32 Uhr Seite 6 ral - und stellte am Ende fest: Als moralisch bezeichnen Menschen letztlich ein Verhalten, das den Spielregeln ihrer Umwelt entspricht und das auch belohnt wird. Durch welches Verhalten „ernten“ sie Achtung und Wertschätzung? Mit einem bewegenden Vortrag ließ Extrembergsteiger Hans Kammerlander das Publikum an seinen Expeditionen zum Dach der Welt teilhaben. Er hat dreizehn der vierzehn Achttausender bestiegen; Höhepunkt war die Besteigung des 7.350 Meter hohen Jasemba im Herzen des Himalajas. Indes, solche Expeditionen hängen immer am seidenen Faden. Mitunter musste Kammerlander hundert Meter vor dem Gipfel umkehren. Zehn seiner Freunde und Gefährten blieben bei den Expeditionen im Berg zurück. Für viele Projektmanager war diese eindrucksvolle „Vortragsreise“ zu den Gipfeln auch ein Lehrstück für den persönlichen Umgang mit hochgesteckten Zielen und ihren Risiken. Ähnlich visionäre Ziele verfolgt Stephan Wrage, Gründer und Geschäftsführer der SkySails. Seine Idee: Mit Zugdrachen können Hochseeschiffe wie Frachter und Tanker Windenergie nutzen. Wrage und seine vierzig Mitarbeiter haben automatisierte Drachensysteme entwickelt, die auf hoher See klimafreundlich den Ölverbrauch reduzieren. „Drachen sind die Schlüsseltechnologie zur Nutzung des enormen Potenzials von Höhenwind“, erklärte Wrage. So könne ein moderner Zugdrache seines Unternehmens bis zu zwei Megawatt Antriebsleistung ersetzen - „stürmische See“ vorausgesetzt. ■ Beides! MSc & MBA. Warum schwarz oder weiß? Doppelabschluss MSc & MBA in den Königsdisziplinen der Zukunft International Business und Projektmanagement Sie studieren beide Disziplinen. Zeitlich abgestimmt auf Ihre berufliche Situation bestimmen Sie das Lerntempo. _Projektmanagement Know-how von PM-Experten _Managementkompetenz auf MBA-Niveau _Hoher Praxistransfer durch Projektarbeiten mit Fach- und Führungskräften aus der Wirtschaft _Reflective Practice: Ihre Erfahrungen und Kompetenzen nutzen _Auslandsaufenthalt an internationalen Hochschulen zubuchbar _MSc Project Management & MBA International Business (akkr.) _Hochschulzertifikat nach jedem Semester _Internationale Zertifizierung (IPMA, PMI, IAPM) auf Wunsch _Ab 15 Monate: MSc Project Management einzeln buchbar _Ab 26 Monate: MSc & MBA Key facts Abschlüsse Studiendauer Offen für Ihre Erfahrungen Besuchen Sie uns auf unserer Webseite, wir erweitern kontinuierlich unser Weiterbildungsangebot! _Mastertitel ohne Erststudium bei besonderer Eignung Einzelfallprüfung gfw: munich.management gGmbH - Internationale Bildung & Wissenschaft 1987 als gfw an der Universität der Bundeswehr München e.V. gegründet und zu einem unabhängigen Institut mit nationalen und internationalen Hochschulpartnern weiterentwickelt. www.gfw-munich.de Hotline: 089 6060 6363 Karriereplanung mal anders! Anzeige Zugdrachen für klimafreundliche Schiffe? Für diese Vision warb Stephan Wrage, Gründer und Geschäftsführer der SkySails. Foto: Oliver Steeger PM_5-2012_1-68: Inhalt 31.10.2012 10: 32 Uhr Seite 7