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PROJEKTMANAGEMENT AKTUELL
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UVK Verlag Tübingen
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285 Gesellschaft für Projektmanagement

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GPM INTERN 89 projektManagementaktuell | AUSGABE 5.2017 Ohne PowerPoint-Folien, einfach mit dem Stift am Flipchart referierte Conny Dethloff, ‒Division Manager BI Agile Product & Data Management der Firma OTTO, über die Reorganisation des Bereichs Business Intelligence. Die interne Organisation seines rund 200 Mitarbeiter umfassenden Bereichs mittels Value Stream Teams ist von dem „Viable System Modell“ von Stafford Beer inspiriert. Dethloff berichtete davon, dass weniger die Mitarbeiter, als vielmehr die Führungskräfte vor eine besondere Herausforderung gestellt sind, da mit der neuen Organisation ein komplett neues Führungsverständnis einhergeht. Auch die Führungskräfte arbeiten nun als ein „Value Stream Team“ für ihre Mitarbeiter. Den provokanten Vortragstitel „Projekte? Haben wir abgeschafft! “ parierte ein Teilnehmer des PM-Tags mit der ebenfalls provokant formulierten Frage: Ob er denn seinen Enkeln später berichten müsse, dass er der Gruppe alter, grauer Herren angehörte, die noch „im Projekt“ - also einer längst überholten Arbeitsform - gearbeitet hätten? Neben amüsiertem Gelächter aus dem Publikum brachte ihm diese Frage eine Klarstellung von Conny Dethloff ein. Im Bereich Business Intelligence der Firma OTTO sei die Struktur, in der gearbeitet werde, zwar eine andere, auch der Begriff „Projekt“ sei abgeschafft, aber die mit dem Projektmanagement verbundenen Skills und Erfahrungen werden weiterhin gebraucht. Prof. Helmut Klausing in seiner Rolle als Präsident der GPM ergänzte hierzu, dass die GPM, die neue kompetenzbasierte Baseline ICB4 adaptierend, bei den Zertifizierungslehrgängen die individuellen PM-Kompetenzen verstärkt berücksichtigt. Somit ist sichergestellt, dass auch die Generation X noch von den Zertifizierungslehrgängen der GPM profitiert. Dass der Traum einer durchgehenden Stadtbahnverbindung von Mainz über Wiesbaden bis in den Taunus nach Bad Schwalbach kein Traum bleiben muss, davon berichtete Dr. Martin Pächer, Geschäftsbereichsleiter für Verkehrsplanung und stellvertretender Betriebsleiter BOKraft bei der ESWE Verkehrsgesellschaft/ CityBahn GmbH. Warum man für das Projekt CityBahn einen langen Atem braucht und welcher Komplexität beim Bau dieser Schienenverbindung Rechnung getragen werden muss, davon bekamen die Teilnehmer dank der detaillierten Schilderung des Referenten eine Vorstellung. Von der angemessenen Beteiligung der Bürger über den Einbezug noch in Planung befindlicher Stadtteile bei der Streckenführung bis hin zur Berücksichtigung Volks- Verantwortung trägt, über den Young Professional, der gerade seine Level-D-Zertifizierung durchläuft, bis hin zu den Referenten, die eine teilweise weite Anreise nicht scheuten - für alle hatte der Tag etwas zu bieten. Zu den Referenten und den geführten Diskussionen Den ersten Akzent setzte Prof. Helmut Klausing, Präsident der GPM, mit seinem Vortrag „Projektmanagement als Treiber zur Umsetzung der Industrie 4.0“. Er führte aus, warum gerade das Projektmanagement mit seiner Teamorientierung die beste Voraussetzung für die Bewältigung der Herausforderungen des digitalen Wandels und der Industrie 4.0 bietet. Die Referentin Ines Burkhandt, Leiterin der Abteilung Projekte bei der SOKA-BAU Wiesbaden, gleichzeitig auch Gastgeberin des PM-Tages -, gewährte spannende Einblicke in die Erfahrungen, die SOKA-BAU derzeit mit einem agil arbeitendem Team macht. Während ihr Co-Referent Claus- Peter Koch von der Beratungsfirma Heupel Consultants insbesondere auf die schnellen Lernfortschritte einging, welche das agile Team der SOKA-BAU bereits nach drei Sprints vollzogen hat, lieferten Mitglieder des agilen Teams aus dem Publikum heraus spannende O-Töne. „Nein“, hieß es da, „Unterschiede im Ergebnis bringt das Arbeiten als agiles Team nicht, aber der Weg, wie man zu Ergebnissen kommt, ist einfacher. Das macht mehr Spaß und einige Kollegen blühen förmlich auf, weil sie sich besser einbringen können.“ Wenn am Ende einer Fachtagung mit gleich fünf anspruchsvollen Vorträgen in Folge die Gesichter der Teilnehmer leuchten und der Nachbar spontan kommentiert: „Das war ja sehr kurzweilig“, dann weiß man, auch der 12. PM-Tag der Regionalgruppe Frankfurt/ Rhein-Main ist wieder gelungen. Bei einer in ehrenamtlicher Arbeit organisierten Veranstaltung dieser Größe ist das nicht selbstverständlich. Der PM-Tag der Regionalgruppe Frankfurt/ Rhein-Main hat einen hohen Bekanntheitsgrad. Vom gestandenen Projektleiter, der nebenbei noch für die 250 Mitarbeiter seines Bereichs GPM Mitglieder: 7.900 Davon Firmenmitglieder: 370 Teilnehmer am Lehrgang „Projektmanagement-Fachmann“: rd. 31.100 Durch PM-ZERT vergebene Projektmanagement-Zertifikate insgesamt: rd. 46.700 Stand: 31.10.2017 +++ GPM +++ GPM +++ GPM +++ GPM +++ GPM +++ GPM +++ Ines Burkhandt, Soka-Bau Wiesbaden, Referentin und Gastgeberin; Foto: Marianne Windelband 12. PM-Tag der Regionalgruppe Frankfurt/ Rhein-Main: „Zwischen Innovation und traditionellem Denken“ 90 GPM INTERN projektManagementaktuell | AUSGABE 5.2017 Fachgruppentreffen vom 20./ 21.7.2017 in Würzburg; Foto: Nino Grau Treffen der Fachgruppe „PM an Hochschulen“ In der Regionalgruppe Frankfurt/ Rhein-Main ehrenamtlich aktiv - von links nach rechts: Gernot Schultz-Berndt, Bernd Waldbauer, Marianne Windelband, Martina Herrmann, Mahamadou Diagayété (aus dem Leitungsteam der RG fehlt hier Stefan Fleck); Foto: Marianne Windelband noch ein Sponsor für die Räumlichkeiten und das Catering findet, trägt das deutlich zum Gelingen der Veranstaltung bei. Die mit einem Architekturpreis versehenen Räumlichkeiten des Sponsors SOKA-BAU boten einen angenehmen Rahmen für den 12. PM-Tag, bei dem auch das Networking breiten Raum einnehmen konnte. Autorin: Marianne Windelband Beispiele und Erfahrungen aus der Praxis, die die Teilnehmer als Anregung mit nach Hause nehmen konnten. Die Organisation einer solchen Veranstaltung bedarf des ehrenamtlichen Engagements. Hier ist die Regionalgruppe Frankfurt/ Rhein-Main unter anderem Dank einer erweiterten Regionalgruppenleitung gut aufgestellt. Wenn sich dann wirtschaftlicher Fragestellungen beschrieb Martin Pächer eindrucksvoll die besonderen Herausforderungen dieses Projektes. Auch der letzte Referent des Tages, Wolfram Müller, Director Sales der VISTEM GmbH & Co. KG, zugleich Leiter der GPM Fachgruppe „Agile Management“ wartete mit einem provokanten Titel auf: „Multitasking macht blöd“. Der Referent ließ die Teilnehmer des PM-Tages zunächst gegeneinander antreten. Ganz klar gewann die Gruppe, die auf Multitasking verzichtet hat - sie war als Erste mit der gestellten Aufgabe fertig. Doch Wolfram Müller machte deutlich: Nicht nur die Zeit, die durch Multitasking verloren geht, ist ein Problem, das Hauptproblem sind die Fehler, die passieren und aufgearbeitet werden müssen. Mit seinem sympathischen Wesen und seiner unterhaltsamen Art beherrschte der Referent die Bühne und zog die Teilnehmer trotz vorgerückter Stunde auch bei der Erläuterung der „Theory of Constraints“ von Eliyahu Goldratt in seinen Bann. Resümee Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, lautet das Resümee der GPM Regionalgruppe Frankfurt/ Rhein-Main, der Teilnehmer, die sich mit lebhaften Diskussionen beteiligten, und der Referenten, die auf ein interessiertes und kritisches Publikum gestoßen sind. Gelobt wurden diesmal die Bandbreite der Themen, die Unterschiedlichkeit der Vortragsstile und die konkreten Die Welt des Projektmanagements hat sich in den letzten Jahren erheblich gewandelt. Im Zuge der digitalen Transformation haben agile Ansätze die plangetriebenen traditionellen Verfahren zum Teil ersetzt bzw. in Form von hybriden Vorgehensweisen ergänzt. Diese Veränderung hat natürlich auch Konsequenzen auf die Lehre von Projektmanagement: Immer mehr Professoren und Dozenten haben ihre Veranstaltungen um agile und hybride Module erweitert. Vermehrt werden darüber hinaus Veranstaltungen angeboten, die sich ausschließlich mit agilen bzw. hybriden Vorgehensweisen befassen. Lehrformate zu „agilem und hybridem Projektmanagement“ standen im Mittelpunkt des Tref- GPM INTERN 91 projektManagementaktuell | AUSGABE 5.2017 fens der Fachgruppe „Projektmanagement an Hochschulen“ am 20./ 21. Juli 2017 in Würzburg. Insgesamt acht Vorträge zeigten exemplarisch auf, wie an den Universitäten und Hochschulen die Forderungen der Unternehmenspraxis nach modernem Projektmanagement heute umgesetzt werden. Einig waren sich die Teilnehmer, dass ein Studienabgänger die „State of the Art“-Vorgehensweisen nicht nur kennen sollte, sondern auch in der Lage sein muss, situationsgerecht die richtigen Vorgehensweisen zu wählen und professionell anzuwenden. Kompetenzentwicklung im Projektmanagement war der zweite Schwerpunkt des Treffens, das mit Teilnehmern aus Wien und Zürich interna- Seite 1 Fachgruppe PM an Hochschulen • Über 220 Mitglieder • An über 120 Hochschulen und Universitäten in D A CH DK • Das größte Netzwerk für PM an Hochschulen in Deutschland. • Jährlich 2 große Veranstaltungen mit > 40 Teilnehmern an einer Hochschule • Jährlich 20 Treffen von Arbeitsgruppen • Studien, Konzepte • Veröffentlichungen (Bücher, Zeitschriften, Internet) • Vorträge auf Konferenzen und Veranstaltungen Aarhus Hochschulstandorte der Fachgruppenmitglieder Fishbowl „PM-Kompetenzen der Zukunft für Management und Führung im digitalen Zeitalter“; Foto: Harald Wehnes 92 GPM INTERN projektManagementaktuell | AUSGABE 5.2017 gut, sondern auch gern und nicht zuletzt lange und gesund ausüben. Wäre bekannt, welche Persönlichkeitsstruktur (un)günstig für eine Karriere im Projektmanagement ist, ließe sich damit so manche Fehlbesetzung vermeiden. Das wiederum spart Leid bei den Betroffenen und Geld für die Organisation. Doch wie gelangt man zu dieser Erkenntnis? Wie lässt sich feststellen, welche Persönlichkeitsmerkmale wie hoch ausgeprägt sein sollten, damit die Chance auf eine hohe berufliche Bewährung im Projektmanagement steigt? Die Antwort liegt in der Empirie, d. h. in Daten, die sich glücklicherweise im Bereich der Persönlichkeitsdiagnostik sehr leicht erheben lassen. Der Persönlichkeitstest selbst kann online durchgeführt werden. Ebenso lässt sich die Erfassung von Maßen beruflicher Bewährung wie Zielerreichung im Projektgeschäft, Zufriedenheit mit dem Job oder Stresserleben im Projektmanagement mithilfe einer Online-Erhebung bewerkstelligen. Anschließend wird geprüft, welche Persönlichkeitsausprägung förderlich bzw. hinderlich für die beschriebenen beruflichen Kriterien ist. • Organisationsentwicklung im Hochschulumfeld • Auswirkungen des digitalen Wandels auf die PM-Lehre - Untersuchung anhand der ICB4 • Führung im digitalen Zeitalter • Internationales PM in der Lehre • PM-Kompetenzen • Preis für beste PM-Lehre Über die Ergebnisse und Zwischenergebnisse der Projektgruppen wird im Rahmen der Fachgruppentreffen regelmäßig berichtet. Zu den drei letztgenannten Themen wurden in Würzburg neue Projektgruppen aus der Taufe gehoben. Neben dem Wissens- und Erfahrungsaustausch stehen die Erstellung und Förderung von Studien und Forschungsvorhaben sowie die gemeinsame Entwicklung von Büchern, Fachartikeln und Fachvorträgen im Projektmanagement sowie der Austausch von Vorlesungsmaterialien im Vordergrund. Das nächste Fachgruppentreffen fand am 2./ 3. November 2017 an der HAW Hamburg statt. Gemeinsam mit der Hochschule Landshut veran- Idealerweise ist eine derartige Studie so angelegt, dass viele hundert Projektmanagerinnen und Projektmanager aus unterschiedlichen Organisationen teilnehmen. Und genau dies soll in einer Kooperation von GPM, der Arbeitsgruppe Assessment Center am Institut für Psychologie der HU Berlin sowie dem HU Spin-off IQP geschehen: eine erste flächendeckende Erhebung von Persönlichkeit und beruflicher Bewährung im Projektmanagement der DACH-Region. Das Resultat: eine Antwort auf die Frage, wie die Persönlichkeitsstruktur von erfolgreichen Projektmanagern/ -innen aussieht. Und: wie sich diese Laufbahn hinsichtlich der Persönlichkeit von der Fach- und Führungslaufbahn unterscheidet. Letztendlich sollen Unternehmen und Verwaltungen die Ergebnisse nutzen können, um ihre Personalauswahl und -entwicklung im Projektmanagement zu optimieren - auf Grundlage solider Evidenz statt Bauchgefühl. Autor: Jens Nachtwei staltete die Fachgruppe das Landshuter Leadership Forum am 23. November 2017 in Landshut, an dem interessierte Topmanager und Entscheider teilnehmen, um sich mit den Herausforderungen der Digitalisierung und agiler Führung auseinanderzusetzen. Was macht eigentlich erfolgreiche Projektmanagerinnen und Projektmanager aus? Sind es die Zertifizierungen, die langjährigen Projekterfahrungen oder gar akademische Abschlüsse? Dieselbe Frage wird sich täglich tausendfach in deutschen Unternehmen gestellt. Und gleichzeitig wird sie nur allzu selten korrekt beantwortet. Denn es fehlt dafür noch immer eine verlässliche Datenbasis. Dies gilt insbesondere für psychologisch relevante Faktoren. Während beispielsweise in der Führungsforschung inzwischen viel darüber bekannt ist, welche Persönlichkeitsmerkmale für den Erfolg als Führungskraft relevant sind, gibt es dazu wenig im Bereich Projektmanagement. Obgleich wirtschaftlich hoch relevant und durch Organisationen wie die Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) professionell vertreten, ist Personalmanagern/ -innen oft nicht klar, wie hoch Persönlichkeitsmerkmale wie Gewissenhaftigkeit, emotionale Belastbarkeit oder Teamorientierung idealerweise ausgeprägt sein sollten. Ideal meint hierbei eine Ausprägung, welche die Chance erhöht, dass Projektmanager/ -innen ihre Profession nicht nur tionalen Charakter hatte und eine Rekordbeteiligung von 41 Teilnehmern aufwies. In drei Vorträgen wurden verschiedene Ansätze zu Kompetenzentwicklung und agiler Führung vorgestellt, die die Teilnehmer anschließend in einer Fishbowl-Diskussion vertieften. Eine zentrale Frage war dabei, welche Kompetenzen Studierende benötigen, damit sie ihr Studium erfolgreich bewältigen, damit sie fit für den Einstieg in die heutige Unternehmenspraxis sind und auch mittel- und langfristig Änderungen in der Zukunft erfolgreich meistern können. Die Fachgruppe „Projektmanagement an Hochschulen“ ist mit über 220 Mitgliedern das größte Kompetenznetzwerk von Hochschullehrern im deutschsprachigen Raum. Neun Projektgruppen der Fachgruppe befassen sich mit spezifischen Einzelthemen: • Zertifizierungsstrategie für Hochschulen • Projektmanagementportal für Hochschulen und Wissenschaften, www.gpm-hochschulen.de • Agilität in der HW-Entwicklung (hybrid) Persönlichkeit: Erfolgsfaktor im Projektmanagement GPM INTERN 93 projektManagementaktuell | AUSGABE 5.2017 rungskraft für die Mitarbeiter. Auch gibt es einen signifikanten Zusammenhang bei schädlichen Verhaltensweisen, die von Führungskräften vorgelebt werden. Eine Studie belegt, dass der schädliche, vom Vorgesetzten vorgelebte „Präsentismus“ (sich krank zur Arbeit schleppen) von den Mitarbeitern aufgegriffen wird. Doch nicht nur die Führungskraft beeinflusst das Team, auch das Team nimmt Einfluss auf die Führungskraft. Wenn Führungskräfte im Sinne moderner Führungskonzepte eine stärkere Empathiefähigkeit entwickeln, entwickeln sie gleichzeitig auch eine höhere „Vulnerabilität“ (Verletzlichkeit), was die Belange ihrer Mitarbeiter angeht. Daher ist ein Fazit von Herrn Prof. Rigotti: Auch „gute Führung“ gerät an ihre Grenzen, wenn die Arbeitsbelastungen zu hoch sind. Man muss ggf. die Arbeitsbelastungen für alle abbauen. - Gute Argumente dafür liefert die Resilienzforschung. Schon am 15.11.2017 wird es in Mainz einen weiteren Vortrag geben: „Achtsamkeit & Empathie“ von Prof. Phillip Kranske, Max-Planck- Insititut Leipzig, zu dem man sich über die Homepage der Regionalgruppe Frankfurt/ Rhein- Main anmelden kann. Eine Fortführung bzw. ein Ausbau dieser spannenden Kooperation zwischen dem Deutschen Resilienz-Zentrum und der GPM Regionalgruppe Frankfurt/ Rhein-Main ist im Gespräch. Autoren: Matthias Schwabe, Marianne Windelband Beim 40. Weltkongress der IPMA in Astana, der Hauptstadt von Kasachstan, dankte der IPMA Vice President Certification Herrn Werner Schmehr für seine Verdienste in der International Project Management Association. Hierzu seine Vita: • 2002 bis heute: Leiter der PM-ZERT in der GPM • 2002 bis 2010 Mitglied des IPMA Certification Validation Management Board (kurz: CVMB) • 2010 bis 2017: Chairman und Validator des CVMB Das CVMB wurde 1996 nach der offiziellen Einführung des IPMA-4-Level-Zertifizierungsprogrammes gegründet, um über die Member Associations mit ihren Certification Bodies wenigstens durch die Zertifizierung ein Minimum von internationaler Vergleichbarkeit zu erreichen. Die vorangehenden Weiterbildungen unterliegen zu sehr den kulturellen Unterschieden. Projekte ziehen Menschen an, die sich gerne beruflichen Herausforderungen stellen. Projektarbeit kann immer auch zu einer Herausforderung werden, manchmal auch zu einer Belastung. „Resilienz“, die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung psychischer Gesundheit, ist daher ein relevantes Thema gerade auch für Projektmanager und Mitarbeiter in Projekten. Entsprechend hatten das Deutsche Resilienz- Zentrum (DRZ) der Johannes Gutenberg-Universität und die GPM Regionalgruppe Frankfurt/ Rhein- Main am 25.10.2017 gemeinsam zum Vortrag „Führungskräfte und Resilienz“ eingeladen. Der Referent Prof. Thomas Rigotti vom Institut für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz stellte Ergebnisse aktueller wissenschaftlicher Forschung zum Thema „Resilienz im Kontext von Führung“ vor. So besteht beim Thema Resilienz ein deutlicher Zusammenhang zwischen „Self Care“ - der Fürsorge der Führungskraft für sich selbst - und zwischen „Staff Care“ - der Fürsorge der Füh- Gratulation für Werner Schmehr Eine gelungene Kooperation - Neues aus der Resilienzforschung Der Referent des Abends: Prof. Thomas Rigotti; Foto: Matthias Schwabe Werner Schmehr; Foto: privat Zu den Aufgaben des CVMB gehören die beiden Werke: IPMA Certification Baseline (kurz: ICB), vergleichbar mit Gesetzen, sowie IPMA International Certification Regulations (kurz: ICR), vergleichbar mit den Ausführungsbedingungen von Gesetzen. Die GPM stellt zurzeit die noch gültigen Versionen 3 um auf die Version 4. Seit 2010 bis zum letzten IPMA Council 2017 in Astana leitete Werner Schmehr das CVMB mit Vertretern von 68 Member Associations weltweit. PM-ZERT ist in Deutschland verantwortlich für die Organisation und Weiterentwicklung von Zertifizierungen für angewandtes Projektmanagement, besonders bekannt durch die IPMA-4- Level-Personenzertifizierung. Hauptamt und Ehrenamt der GPM danken Werner Schmehr herzlich für sein mustergültiges und erfolgreiches Engagement. Autor: Klaus Pannenbäcker 94 GPM INTERN projektManagementaktuell | AUSGABE 5.2017 Veranstaltungen der GPM Regionen GPM Region Veranstaltung/ Referent Ort Termin Bielefeld Neue Methoden der Teamarbeit Phönix Contact, Flachsmarktstr. 8, 32825 Blomberg 30.11.2017 18.30-20.00 Uhr Bremen Aufstellen eines idealen Teams; Jens Krüger PMO as a Service - Die effektivste Form des PMO; Ülgen Ötztürk Bremen, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben Bremen, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben 30.11.2017 18.00-20.00 Uhr 12.2.2018 18.00-20.00 Uhr Düsseldorf/ Rhein-Ruhr Be interactive 2017: Werkstatt für langsames Denken in Projekten; Karen Schmidt und Frank Habermann Connect Communication Data; Ana-Camelia Hanos Anforderungsanalyse nach E.VA; Dr. Matthias Schramm Gut Gnadental, Nixhütter Weg 85, Neuss IT.NRW, Mauerstraße 51, Düsseldorf IT.NRW, Mauerstraße 51, Düsseldorf 1.-2.12.2017 Starttag: 15.00-19.00 Uhr Folgetag: 10.00-17.00 Uhr 11.12.2018 18.30-20.00 Uhr 8.1.2018 18.30-20.00 Uhr Hannover GPM Stammtisch Central-Hotel Kaiserhof, Restaurant Brunnenhof, Ernst-August-Platz 4, Hannover 4.12.2017 18.30-20.30 Uhr Kiel 10. Kieler Prozessmanagementforum IHK zu Kiel, Bergstraße 2, Kiel 15.12.2017 9.30-16.30 Uhr Am Stand der GPM konnten sich die Gäste anhand einer Präsentation informieren, warum Orientierung in einer immer komplexeren (Projekt-)Welt so wertvoll ist - und wie die ICB 4 dabei helfen kann, den Durchblick zu gewinnen. Denn die neue Individual Competence Baseline, kurz: ICB 4, bildet die moderne Grundlage, auf der die Aus- und Weiterbildungsangebote der GPM basieren. Sie bietet ein internationales und branchenübergreifendes Fundament für die Zusammenarbeit in einer zunehmend vernetzten Welt. Das Team der GPM stand den vielen interessierten Besuchern natürlich ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite und sorgte dafür, dass der Begriff ICB 4 auf dem PM Forum 2017 in aller Munde blieb. Abgerundet wurde die erfolgreiche Aktion von einer Verlosung. So konnte sich der glückliche Gewinner des Hauptpreises über einen GPM Seminargutschein sowie ein ICB-4-Bücherpaket freuen. Ebenso begehrt waren aber die ICB- 4-Bälle, die schon nach kurzer Zeit vergriffen waren. Auf dem PM Forum dreht sich alles um die neuesten Trends im Projektmanagement, um gewichtige Themen wie Industrie 4.0 oder strategisches Portfoliomanagement. Das Thema Fußball hingegen begegnet den Teilnehmern normalerweise eher selten. In diesem Jahr war das anders: In die Menge im feinen Zwirn mischten sich auch einige junge Damen und Herren im schicken blauen Fußballtrikot samt passenden Hosen, Stutzen und Schuhen. Es hatte sich aber nicht etwa ein Bundesligaverein unter die Aussteller gesellt; es handelte sich um das „Team ICB 4“, das im Auftrag der GPM auf dem PM Forum unterwegs war. Die Promoter verteilten kleine Fußbälle an die verblüfften Besucher und lotsten diese damit zum GPM Stand. Die Botschaft, die sie ihnen mit auf den Weg gaben: „Die ICB 4, der neue internationale Kompetenzstandard der IPMA, macht Sie fit für die Projekte von morgen. Nehmen Sie den Ball auf und verwandeln Sie ihn.“ Den Ball angenommen - Die ICB-4-Aktion auf dem PM Forum 2017 Das „Team ICB 4“; Foto: Angelika Klausecker GPM INTERN 95 projektManagementaktuell | AUSGABE 5.2017 GPM Region Veranstaltung/ Referent Ort Termin Mannheim/ Ludwigshafen Das Märchen vom Projektmanager; Uwe Techt Project Solutions GmbH, Donnersbergweg 2, Ludwigshafen 6.12.2017 18.00-20.00 Uhr München Meet & Talk Nur für Mitglieder - Neujahrsempfang 2018; GPM Region München Emotionale Intelligenz ist Trumpf - Führung in hybriden Projekten ist Kopfsache; Diplompsychologe David Holzer Wirtshaus im Braunauer Hof, Frauenstraße 40, 80469 München München, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben Hansa-Haus/ KKV Hansa München, Saal, Brienner Straße 39, München 7.12.2017 19.00-21.00 Uhr 14.1.2018 10.30 Uhr 25.1.2018 18.30-21.00 Uhr Siegen/ Lippstadt Projektleiterstammtisch Freudenberg, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben 21.12.2017 18.00-20.00 Uhr Neue Firmenmitglieder stellen sich vor! Firma Hauptgeschäftsgebiet PM-Aufgaben und Bedeutung Erwartungen an die GPM MCM Klosterfrau Vertriebs GmbH www.klosterfrau.de Die Klosterfrau Healthcare Group ist eines der bedeutendsten deutschen Pharmaunternehmen und kann auf eine fast 200-jährige Geschichte zurückblicken. In der Projektmanagementabteilung werden alle Innovationsprojekte der Klosterfrau Healthcare Group gesteuert. Wir erwarten uns einen aktiven Wissenstransfer zu allen Bereichen modernen Projektmanagements, besonders im Kontext der Bundesverwaltung. SRH Fernhochschule - The Mobile University Staatlich anerkannte Hochschule der SRH Hochschulen GmbH www.mobile-university.de Die staatlich anerkannte SRH Fernhochschule - The Mobile University ist spezialisiert auf orts- und zeitunabhängiges Studieren. Als Qualitätsführer im Fernstudium bietet sie seit über 20 Jahren ein flexibles und individualisierbares Studium parallel zu Beruf, Ausbildung, Familie, Handicap oder Leistungssport. Ihr Studienangebot umfasst Bachelor- und Master-Studiengänge sowie Hochschul- Zertifikate in den Bereichen Wirtschaft & Management, Psychologie & Gesundheit und Naturwissenschaft & Technologie. Die zeitgemäße Vermittlung von Projektmanagementkompetenzen ist ein zentrales Element in allen Studiengängen (Bachelor und Master) und Zertifikatslehrgängen der SRH Fernhochschule. Projektmanagement ist eine Schlüsselkompetenz unserer Absolventen aller Fachrichtungen. Zusammenarbeit mit der GPM in der angewandten Forschung und Lehre. Zusammenarbeit in weiteren aktuellen Themen zum Projektmanagement, national wie international. Förderung der Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Unternehmen im Projektmanagement. Weser Metall Umformtechnik GmbH www.wmu.de Betrieb eines Presswerkes für die Blech- und Metallumformung sowie Herstellung von Werkzeugen; Komponenten- und ZSB-Fertigung durch Schweißanlagen. Gezieltes Initiieren, Planen, Steuern, Kontrollieren und Abschließen von Projekten unter Berücksichtigung der fixierten Rahmenbedingungen WMU erwartet von der GPM Unterstützung beim Aufbau von Netzwerken und Kontakten sowie auf dem neuesten Stand zu bleiben durch Aus- und Weiterbildungen, Tagungen und regionale Veranstaltungen. 96 GPM INTERN projektManagementaktuell | AUSGABE 5.2017 Neue korporative Mitglieder Bundesverwaltungsamt (Köln), Gildemeister Beteiligungen GmbH (Bielefeld), MCM Klosterfrau Vertriebs GmbH (Köln), NBANK (Hannover), Postbank Systems AG (Bonn), SogIn Ltd. (Birmingham), SRH Fernhochschule Riedlingen (Riedlingen), Weser Metall Umformtechnik GmbH (Hann. Münden) Neue persönliche Mitglieder A. Albrecht (Ottenstein), S. Althoff (Langen), J. Antalics (Donauwörth), M. Backhaus (Leipzig), W. Banneitz (Köln), T. Bartsch (Berlin), V. Bergmann (Bad Lauterberg), U. Benther (Ulm), M. Biebeler (Stuttgart), A. Biebl (Murnau), C. Brenner (Michelfeld), A. Dechange (Herdecke), J.-C. Deger (Nürnberg), C. Dietrich (Ingolstadt), T. Elsche (Bochum), C. Eikenbusch (Menden), A. Eymann (Hamburg), H.-M. Fahrig (Osnabrück), S. Feuchter (Dresden), F. Gengelazky (Kiel), C. Görzen (Nürtingen), N. Hannes (Limburg), L. Hartnagel (Emsdetten), O. Haug (Altenriet), O. Haxter (Leverkusen), P. Holrick (Hünstetten), P. Iwan (Mannheim), M. Keuck (Steinfurt), R. Kiel (Wetzikon), J. Klein (Übersee), S. Klingler (Waiblingen), A. Knorr (Kiel), D. Kolbe (Berlin), P. Korte (Lippstadt), H. Kuhn (Schönebeck), S. Lipowsky (München), S. Lohse (Euskirchen), M. Martin (München), M. Meister (Neumünster), A. Merkel (Metzingen), C. Müller (Düsseldorf), J. Müller (Kaltenkirchen), N. Müller (München), S. Niekamp (Bielefeld), D. Niros (Innsbruck), B. Nold (Tübingen), H. Nolte (Neu-Isenburg), S. Osterkamp (Gescher), M.-C. Pfaff (München), T. Piel (Castrop-Rauxel), A. Reck (Markdorf), C. Risse (Warnstein), R. Ritter (Bonn), J. Rüland (CB Kerkrade), P. Rüsing (Paderborn), J. Saeftel (Burgdorf), A. Sauer (Leinfelden-Echterdingen), S. Sauerwald (Köln), O. Schadow (Stahnsdorf), S. Schall (Ulm), S. Schlapp (Frankfurt), A. Schmidt (Oberursel), C. Schmidt (Alfeld), S. Schmidt (Nürnberg), S. Schreiber (Kiel), A. Schönfeld (Essen), R. Sen Gupta (Forchheim), N. von Oesen (Hamburg), C. Wagner (Oerlinghausen), N. Schröder (Kolbermoor), R. Salbe (Dortmund), K. Spychaj (Norderstedt), M. Terkel (Holzkirchen), J. Thoß (Berlin), P. Tiggelkamp (Haltern am See), F. Töns (Greven), M. Velthaus (Eckernförde), S. Widdel (Hamburg), C. Wilms (Simmerath) Neue studentische Mitglieder T. Achmadeev (Friedberg), A. Agin (Rüsselsheim), H. Ahmed (Königstein), Y. Altmeyer (Püttlingen), J. Atamaniuk (Nidderau), J. Beck (Karlsruhe), A. Becker (Hamm), J. Benndorf (Ober-Mörlen), J. Benz (Namborn), S. Besnik (Friedberg), S. Bode (Leer), T. Bosch (Heidenheim), A. Brinkhus (Lemförde), A. Brodbeck (Ammerbuch), A. Büsgen (Bergheim), N. Cabadag (Frankfurt), C. Chinchilla (Dresden), D. Claas (Lingen), R. Dogan (Neu-Isenburg), J. Egbers (Osterwald), T. Erdweg (Heinsberg), J. Eva (Grünberg), Y. Faysal (Gießen), H. Feick (Großerlach), T. Fischer (Augsburg), J. Franz (Mühlheim), L. Friedle (Bad Friedrichshall), S. Gerkuhn (Butzbach), M. Gheorgean (Weiterstadt), C. Gloy (Gangelt), M. Gommer (Neuenhaus), N. Haemer (Allendorf/ Lumda), J. Hardegger (Biberach), D. Harms (Neu-Isenburg), L. Hartner (Günzburg), L. Harzenetter (Illertissen), A. Hegert (Neuruppin), M. Herbinger (Augsburg), S. Herfurth (Frankfurt), N. Hoffmann (Herborn), A. Holland (Augsburg), H. Hommel (Gießen), C. Huhmann (Braunschweig), J. Huisken (Nordhorn), J. Hündling (Westoverledingen), F. Hüsson (Gelnhausen), F. John (Augsburg), K. Kalata (Berlin), J. Kandels (Runkel), C. Karteropoulos (Wolfenbüttel), B. Kaya (Frankfurt), A. Keil (Mücke), H. Keller (Gelnhausen), S. Klaas (Bruch), D. Klaus (Gedern), T. Kolb (Köln), M. Krämer (Lebach), S. Kuhn (Senden), K. Kurtz (Neubrandenburg), L. Lankes (Hückelhoven), G. Lind (Frankfurt), T. Machens (Braunschweig), S. Martins Pinheiro (Backnang), A. Menk (Butzbach), M. Miazek (Köln), V. Nedavniy (Frankfurt), C. Nett (Leverkusen), O. Niedergriese (Bonn), P. Nittel (Rockenberg), A. Pank (Kempten), K. Pschke (Oedheim), A. Pernkopf (Butzbach), L. Peters (Geilenkirchen), P. Philipp (Neuss), P. Pillmaier (Bielefeld), L. Platt (Weimar), C. Plock (Mücke), A. Puschmann (Gießen), R. Rashu (Frankfurt), J. Reidenbach (Idar-Oberstein), D. Reitz (Grünberg), M. Riedel (Jülich), O. Rudolf (Bad Homburg), M. Schäfer (Troisdorf), M. Schäfer (Ludwigsau), S. Scheben (Bad Homburg), A. Schmid (Heiligenberg), O. Schmidts (Kerpen), C. Schmied (Königstein), M. Scholz (München), L. Schreiner (Bielefeld), M. Schuster (München), M. Schütte (Rheine), Y. Seven (Marburg), A. Stark (Saarbrücken), A. Steigerwald (Hamburg), D. Tews (Grünberg), J. Trapp (Utting), A. Tschuprine (Osnabrück), P. Tunay (Neu-Ulm), M. Turan (Butzbach), F. Turtschan (Gangelt), M. Volpini (Hannover), D. Voß (Lingen), F. Wallström (Würzburg), N. Walluszek (Bissendorf), R. Wiens (Papenburg), D. Wiesenfeller (Frankfurt), D. Wildhirt (Niddatal), A. Wirth (Neu-Ulm), K. Wolther (Riegelsberg), M. Zapf (Buchen)